Ideen zur Krisenbewältigung

0. Ideenentwicklung für die deutsche Taxibranche im Rahmen der aktuellen Corona Krise

Kurze Zusammenfassung:

Die aktuelle Corona-Krise trifft die Branche zu einem Zeitpunkt, in dem diese bereits einem grundlegenden Wandel unterliegt. Diese Krise und den Wandel gilt es nun auf die Zukunft hin ausgerichtet aktiv und strategisch zu gestalten.

In der Krise steht der Branche ein Set an Maßnahmen zur Verfügung. So können Fahrgastzellen abgeschirmt werden, über das normale Maß hinaus innovativ desinfiziert werden, neue Technologien eingesetzt werden, primär bargeldloses Bezahlen genutzt werden, sichtbare und gefühlte Sicherheit erhöht werden. Zudem sind diverse weitere Maßnahmen identifiziert worden, die der Branche jetzt und in Zukunft helfen können.

Soweit möglich, sollten die neuen bzw. erweiterten Aufgaben und Leistungen nach und nach in die bereits existierenden Service-Portale eingebettet werden.

Das Taxigewerbe sollte sich in Zukunft als ein „Allround-Dienstleister“ verstehen, der ein wesentlich breiteres Betätigungsfeld bedient.

Das Gebot der Stunde ist, die Vorbereitungen für neue Geschäftsfelder jetzt (!) anlaufen zulassen, um diese erschließen zu können.

Die Branche muss sich in der Krise mit den Alternativen und neuen Möglichkeiten zeigen: Kommunikation ist extrem wichtig.. Die größten Taxi Unternehmen sollten sich zusammenschließen (z.B. „Taxi United against Corona“) und auf Standards einigen.

Der Zeitraum der kritischen Phase der Epidemie für die Taxibranche wirkt wie eine eher langanhaltende Phase, auf die man sich erst einmal einstellen muss. Die Auswirkungen werden von längerer Dauer sein, da wir noch immer am Anfang der Krise stehen und wir nicht so schnell wieder zur Normalität zurückkehren.  Auch wenn der Impakt für die Taxibranche ev. nicht so groß wird, wie derzeit vermutet. Insbesondere dann, wenn sich die derzeit abzeichnenden Chancen genutzt werden.

Grundsätzlich lassen sich die entwickelten Ideen auf die internationale Taxibranche übertragen – auch wenn diese für einige Länder bedingt gilt, da dort andere Strukturen vorherrschen.

Wir haben folgende Fragestellungen im Detail erarbeitet:

  1. Die aktuelle Situation der deutschen Taxibranche – insbesondere in Bezug auf die Corona-Pandemie
  2. Maßnahmen, welche die Taxibranche ergreifen kann, um Fahrgäste sicher zu befördern
  3. Aufgaben, welche die Taxibranche in der Krise insgesamt übernehmen kann
  4. Mögliche neue Geschäftsfelder, welche die Taxibranche in Deutschland aufbauen kann, die auch über den Zeitraum der die Krise hinaus lukrativ sind
  5. Zeitraum der kritischen Phase der Epidemie für die Taxibranche in Deutschland
  6. Optimale Kommunikationsstrategie der Taxibranche, um ihre letztendlich realisierten Maßnahmen und Innovationen zu kommunizieren
  7. Ideen, die sich auch auf die internationale Taxibranche anwenden lassen und was ggf. die Unterschiede sind

1. Die aktuelle Situation der deutschen Taxibranche – in Bezug auf die Corona-Pandemie

Die aktuelle Corona-Krise trifft die Branche bereits in einem grundlegenden Wandel, den wir im Folgenden aufzeigen.

 

Einbußen und Existenzängste

Zum einen hat die Konkurrenz in den letzten Monaten bereits stark zugenommen. Zum anderen fällt die Corona Pandemie gegenwärtig immer stärker ins Gewicht. Beide Faktoren in Kombination verursachen einen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden innerhalb des Kerngeschäftes, den die Branche nur schwer eindämmen kann.

Sowohl die Fahrgäste als auch die Fahrer von Taxen, haben derzeit nachvollziehbare Ängste. Ein massiver Rückgang an Fahrgastzahlen – resultierend in größeren Umsatzeinbußen – hat bereits erste existenzielle Folgen und führt zu viel Frust und Unmut in der Branche. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • keine Touristen mehr
  • keine Konzerte mehr
  • abgesagte Messen
  • keine Dienstreisen: kaum Fahrten zum Flughafen oder Bahnhof
  • generelle Angst der Bevölkerung außer Haus zu gehen

In vielen Fällen greift vor allem bei kleinen Unternehmen bzw. Unternehmern die pure Existenzangst um sich. Aufgrund nicht vorhandener Rücklagen könnten wahrscheinlich viele Taxi-Kleinunternehmen binnen kürzester Zeit Insolvenz anmelden müssen, sofern keine Kompensation – anfänglich durch den Staat – geschaffen werden kann.

Der Einbruch des Geschäftes ist deutlich spürbar und wird sich auch noch über einen längeren Zeitraum ziehen – siehe 5..

Möglicherweise haben wir es mit einer stabileren Situation in den ländlichen Regionen zu tun, als in den Städten, durch die nicht bzw. kaum vorhandenen Alternativen in der Mobilität.

Etabliertes und situatives Denken

Die Branche selbst ist in ihrem Denken in den letzten Jahren und Monaten zu sehr auf die Bestandserhaltung fokussiert gewesen und hat sich zu wenig mit notwendigen Innovationen beschäftigt.

Es gibt kein übergeordnetes Gremium, das innerhalb der Branche zu koordinieren imstande ist. Jedes Unternehmen bzw. jeder Verbund verfolgt seine eigene Agenda, um sich so gut es geht Anteile am Markt zu sichern.

Insbesondere die Unsicherheit in Bezug auf die kommenden Wochen, sorgt derzeit für eine Art Schockstarre und lähmt die Handlungsfähigkeit für ein zukunftsorientiertes Denken der Branche. Hierdurch wird der Blick auf die durchaus existierenden Möglichkeiten versperrt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen – siehe weiter unten „Potential“.

So gibt es in Hamburg bereits positive Tendenzen, die unsere Aussagen belegen. Das lokale Taxigewerbe bietet seit dem 16.03.2020 einen Einkaufsservice für Risikogruppen an. Auch befinden sich erste – hier im weiteren Verlauf beschriebene – Kooperationen bereits im Aufbau und fangen die Umsatzeinbußen bereits etwas ab.

Dennoch ist die Wahrnehmung der Branche ist fast ausschließlich auf das aktuelle Problem gerichtet. Vorteilhaft wäre es, die Wahrnehmung bereits jetzt auch auf die gewünschte Zukunft zu lenken und darauf hinzuarbeiten – siehe 4..

Resultierendes Problem

Die aktuelle Krise und die Verharrungsstrategien der Branche in Kombination, sind nicht sehr förderlich für ein lösungsorientiertes Handeln. Die Situation lässt sich mit einem Supertanker vergleichen, der schwer und unflexibel ist – und gegenwärtig viele Informationen für eine Zukunftsstrategie benötigt.

Bis dato und auch gegenwärtig (s.o.) bestand wenig Kreativität hinsichtlich möglicher oder notwendiger Veränderungen. Neue Ideen von Mitbewerbern versucht(e) man zu verhindern – oder halbherzig zu kopieren.

Planen und Strategie

Die Branche muss jetzt um so mehr umdenken und sich an neuen, z.T. hier aufgezeigten Möglichkeiten orientieren. Dieses ist alternativlos, will man in Zukunft bestehen und die Krise als Chance nutzen.

Zu Ehrenrettung der Branche sollte gesagt werden, dass diese bereits einiges mehr in Planung hat, das im Außen bis dato noch nicht bekannt ist – und uns erst im Verlauf der Gesrpäche bezüglich unserer Ergebnisse offenbart wurde. Dieses hat die Anschlussfähigkeit unserer Ideen und Konzepte bestätigt, die wir als „Externe“ entwickelt haben – eine der Stärken unserer Art von optimaler Ideenentwicklung / Ideation.

Potential

Wie bereits angedeutet, ist ein gewisses Potential in der Branche vorhanden, um notwendige Veränderungen umzusetzen. Die ebenfalls beschriebenen massiven der Branche müssen nun überwunden werden, um die realisierbaren neuen Möglichkeiten nun schnellstmöglich umzusetzen.

In der Branche steckt mehr drin, als von außen auf den ersten Blick betrachtet.

Es besteht eine enorme Chance darin, dass das Taxigewerbe in der derzeitigen Krise neue Aufgaben wahrnehmen kann. Somit würde das Image der Branche aufgewertet und bekäme einen „innovativen Touch“ – siehe 3. und 4.. Das Taxigewerbe, als Unterstützer der Gesamtbevölkerung in einer massiven Krise, wird zu einer nachhaltigen Verbesserung ihres Images führen.

Nachfrage

Hervorzuheben ist, dass trotz des zuvor beschriebenen Rückganges der Personenbeförderung, die Nachfrage von konventionellem Individual-Transport generell stabil zu sein scheint.

Insgesamt handelt es sich ggf. um einen schwankender Bedarf an Taxifahrten durch unterschiedliche Phasen hindurch: Die Pandemie führt – über die Gesamtdauer betrachtet – ggf. sogar zu einem Anstieg an Taxifahrten.

Taxifahren könnte auch wieder an Bedeutung gewinnen, z.B. dadurch, dass im Vergleich zu anderen Mobilitätsanbietern das Vertrauen der Taxi-Gäste in Altbekanntes wieder überwiegt.

Einzelbeförderungsmöglichkeiten werden ggf. mehr und mehr nachgefragt, da sie mehr Sicherheit vor dem Virus suggerieren, als z.B. Öffentliche Verkehrsmittel. Hierzu bedarf es allerdings der hier beschriebenen Weiterentwicklung von Maßnahmen und Innovationen: siehe 2 „Gefühlte Sicherheit“.

Hinweis

Derzeit gibt es ein Überangebot an Taxen – insbesondere in Berlin. Durch die neuen Player am Markt – wie Uber oder Moia – ist das Angebot insgesamt in den letzten Monaten erweitert worden. Die Krise könnte zu einer Marktbereinigung von Überkapazitäten in der Branche führen. Der Umsatz je Taxi (bzw. Fahrzeug) könnte sich durch diese Bereinigung nach der Krise erheblich verbessern.

1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie ist die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie“.

 

Wohl kaum eine andere Branche ist durch die andauernde Corona-Pandemie so sichtbar getroffen worden, wie die der Luftfahrtgesellschaften. Der internationale Flugverkehr kam nahezu von einem auf den anderen Tag zum Erliegen. Die Branche, die bisher über 100.000 Flugbewegungen weltweit pro Tag zu verzeichnen hatte und dabei Urlauber, Geschäftsleute, Pendler und Fracht befördert hat, steht im wahrsten Sinne des Wortes still. Selbst die Auswirkungen vom 11. September und der Weltwirtschaftskrise um 2009 auf den Luftverkehr erscheinen hiergegen vernachlässigbar gering.

Nur noch die nötigsten Flüge werden derzeit getätigt, um z.B. Menschen in ihr Heimatland zurückzubringen und natürlich der Frachtverkehr, der durch die Krise einen neuen Stellenwert erfahren hat. Blickt man in diesen Tagen an den Himmel, sind Kondensstreifen eine Rarität geworden. Doch die Stille trügt. Im Hintergrund arbeiten die kommerziellen Luftfahrtgesellschaften fieberhaft an einem Wiedereinstieg bzw. der Wiederbelebung des Luftverkehrs, um möglichst bald auch wieder Passagiere im Regelbetrieb sicher und gesund an ihr Ziel zu bringen – und die Welt zu verbinden.

 

Stimmungsbild der Branche

Weltweit herrscht bei den Luftfahrtgesellschaften eine bedrückte Stimmung. So etwas hat es in dieser Branche und in diesem Ausmaß bisher noch nicht gegeben. Die Anspannung ist extrem groß, da bei vielen Unternehmen die Existenz auf dem Spiel steht.

Hinzu kommt, dass es der Branche aktuell an Ideen mangelt, die sie aus dem Dilemma der gegenwärtigen Situation befreien. Das Gesamtbild hinterlässt beim Betrachter einen bitteren Nachgeschmack hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Entwicklungsaussichten der sonst vom Wachstum verwöhnten Luftfahrtindustrie.

Nichts desto trotz steht die Luftfahrtbranche – und besonders ihre Mitarbeiter – voll und ganz hinter ihren aktuellen Projekten (hiermit sind im Kern die Luftfahrtgesellschaften selbst und im erweiterten Sinne ihre Unternehmungen gemeint) und wollen sie um jeden Preis am Leben erhalten.

 

Ihre Mitarbeiter

Vielen Mitarbeitern in der Luftfahrtbranche gefällt zu Beginn der aktuelle ‚Zwangsurlaub‘. Dies ist für sie aber kein dauerhaft tragbarerer und zufriedenstellender Zustand.

Innerhalb der Luftfahrtbranche existiert ein hoher Identifikationsgrad der Mitarbeiter mit den jeweiligen Produkten (im Wesentlichen sind hiermit die Flugzeuge gemeint) und den damit verbundenen Dienstleistungen.

Dabei spielt die monetäre Entlohnung der Mitarbeiter dieser Branche in vielen Fällen eine untergeordnete Rolle. Die Hauptmotivatoren sind u.a., in einem hochtechnologischen und -komplexen Umfeld arbeiten zu dürfen (welches für den Normalsterblichen so nicht zugänglich ist), die Airline und ihr jeweiliges Image zu repräsentieren, Flexibilität bei der Einsatzplanung – und nicht zuletzt der Umstand, beim Arbeiten die Welt bereisen zu dürfen.

Darüber hinaus stellen die Zufriedenheit der Kunden sowie deren Sicherheit das höchste Gut der Branche dar.

 

Krise als Chance

Die gegenwärtige Krise und die damit einhergehenden Erfordernisse zwingen die Luftfahrtgesellschaften zur zeitnahen Entwicklung von innovativen Lösungen, welche unter normalen Umständen wahrscheinlich noch Jahre in den Schubladen der Unternehmen vor sich hingeschlummert hätten.

So perplex es auf den ersten Blick in der aktuellen Situation auch klingen mag, ist das Spektrum an neuen Möglichkeiten (Lösungen) sehr weit gefächert und für jeden Wettbewerber am globalen Markt zugänglich, der die Krise als Chance sieht.

 

Reaktionen der Luftfahrtgesellschaften auf die Krise

Nur wenige Unternehmen erlauben es sich in dieser kritischen Zeit, vom ursprünglich geplanten Kurs abzuweichen, welchen sie vor der Krise skizziert haben, und dabei ‚Altbekanntes‘ loszulassen oder sogar den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Diejenigen Unternehmen, die es dennoch tun, werden über die Maßen erfolgreich sein.

Genau jetzt ist eine optimale Zeit für alle Unternehmen zum Aufräumen, Aussortieren und Neustrukturieren des gesamten Portfolios. Dies ist im normalerweise eng getakteten Betriebsablauf in der Form nicht möglich gewesen und bei vielen Fluggesellschaften längst überfällig. Die meisten Fluggesellschaften haben dies verstanden und stellen sich bereits nach ihrem jeweiligen Kenntnisstand optimal auf, um sofort nach der Krise wieder loslegen zu können.

Luftfahrtgesellschaften, die bereits zuvor eine marode bzw. langfristig ungesunde Unternehmensorganisation und -philosophie verfolgten, werden die Krise nicht oder nur schwer geschädigt überstehen. Wer zum Beispiel bisher eher gewinn- als kundenorientiert unterwegs war, dem droht jetzt und besonders nach Abklingen der Krise ein enormer Imageverlust, inklusive den damit verbundenen finanziellen Folgen.

Dies ermöglicht das Entstehen neuer – bezüglich ihrer Effizienz und Kundenorientierung die alten übertreffenden – Luftfahrtgesellschaften mit deutlich besseren und ökologisch nachhaltigeren Konzepten.

 

Überbringer des Virus

Die Luftfahrtgesellschaften stehen Im Rahmen der Krise zunehmend im Interesse der Öffentlichkeit. Viele Fluggäste können es gar nicht erwarten, dass sich der Flugbetrieb schnellstmöglich wieder normalisiert und sie dadurch ihren gewohnten Geschäften nachgehen können. Nicht zu vergessen sind die vielen Menschen, die sich nach der andauernden Quarantäne nach einem erholsamen Urlaub am Strand und in Freiheit sehnen.

Überschattet wird diese Euphorie jedoch dadurch, dass der Flugverkehr aus Sicht der Bevölkerung maßgeblich an der weltweiten Verbreitung des Virus beteiligt war und es auch in Zukunft sein könnte.

Die aktuelle vorherrschende Meinung der Gesundheitsexperten unterstreicht dieses Bild zusätzlich. Dieser Umstand ist bei der Entwicklung von zukünftigen, präventiven Lösungen unbedingt zu berücksichtigen, um das Vertrauen der Fluggäste in die Luftfahrtgesellschaften nicht noch weiter zu beschädigen. Hierzu haben wir im folgenden bereits eigene konkrete Ideen entwickelt.

 

Standardschutzmaßnahmen

Selbstverständlich arbeiten die Fluggesellschaften bereits unter Hochdruck daran, einen schrittweise gesteigerten Flugbetrieb wieder zu ermöglichen. Hierzu gilt es die gegenwärtigen, aus der Medizintechnik bekannten Technologien und Maßnahmen entsprechend zu konfigurieren und in Anwendung zu bringen. Grundsätzlich zählen hierzu:

  • Desinfektion der Flugzeugkabinen und Bodeninfrastruktur
  • Abtrennen der Flugzeugkabinenbereiche sowie der Wartebereiche an den Flughäfen (dies kann im einfachsten Fall mit Mundschutz bei allen Beteiligten realisiert werden)
  • Menschenansammlungen entlang des gesamten Reiseprozesses vermeiden

Die Luftfahrtgesellschaften nehmen hierbei auch die Möglichkeit in Anspruch, ihre Lösungsfindung und -implementierung durch Public Innovation entsprechend zu ergänzen. Dies kann insofern erfolgsversprechend sein, da diese Lösungen zu einer hohen Kundenakzeptanz führen können.

 

Was keiner weiß

Die Luftfahrtunternehmen sind derzeit bemüht, den größtmöglichen Schaden abzuwenden und ringen hinter den Kulissen nach Lösungen. Die Öffentlichkeit bekommt so gut wie nichts von den umfangreichen Maßnahmen mit, die im Hintergrund laufen. Dies ist auch gut so, da sich die Unternehmen nach der Krise in einem neuen Gewand – welches hoffentlich mehr Sein als Schein ist – präsentieren können.

Man ist bestrebt Lösungen zu finden, die im gesellschaftlichen Einklang stehen und sich nicht nachteilig auf andere gesellschaftliche Bereiche auswirken. Mögliche Neuerungen der Airlines können u.a. eine bessere und übersichtlichere Preisstruktur der angebotenen Produkte, ein höheres Sicherheitsgefühl für die Fluggäste und ein branchenweites gestiegenes Umweltbewusstsein enthalten.

 

Renommierte Airlines schützen

Beim Betrachten der aktuellen Nachrichten bezüglich der Luftfahrtgesellschaften zeichnet sich ab, dass es darum geht, besonders die Nationale Carrier durch staatliche Mittel bzw. durch weitere staatliche Beteiligungen zu schützen.

 

Zur Lufthansa

Es würde uns sehr wundern, wenn die Deutsche Lufthansa – unabhängig von der in Aussicht gestellten staatlichen Förderung – noch keine spezielle Task Force eingerichtet hat, um das Unternehmen optimal aus der Krise hinauszuführen. Deren Hauptaufgabe würde darin bestehen, entsprechende Lösungen heraus zu arbeiten und diese auf ihre Anwendbarkeit hin zu überprüfen. Über eine ad-hoc Prototypisierung könnten die Lösungen unmittelbar in Anwendung gebracht und hierdurch die oben genannten Ziele für einen schrittweise gesteigert Flugbetrieb erreichen werden.

Die Aufgabenbereiche sowie die Tragweite so einer Task Force wären innerhalb des Konzerns, u.a. aus  Gründen der Verschwiegenheit, nicht in vollem Umfang bekannt. Dieses wäre legitim, um die strategische Neuausrichtung der Lufthansa zu schützen. Das Unternehmen bekäme somit keinen unnötigen Druck von Außen, insbesondere von staatlicher Seite, bezüglich der Umsetzung und Anwendung ihrer gefundenen Lösungen.

Hierbei befindet sich die Lufthansa in einer gewissen Pattsituation gegenüber der Bundesregierung, welche durch die verhängten Schutzmaßnahmen einerseits für die Misere der Lufthansa mitverantwortlich zeichnet, das Unternehmen andererseits von der finanziellen Unterstützung des Staates abhängig ist. Für die Lufthansa gilt es nun die bestmögliche Balance zwischen finanzieller Absicherung und staatlicher Unabhängigkeit zu finden.

 

Aktuelle Wettbewerbssituation

Die Fluggesellschaften ringen derzeit weltweit nach Lösungen. Dabei unterstützen sie sich in dieser heiklen Phase gegenseitig so gut es geht und stimmt sich auf Makroebene ab.

Ein immer noch vorherrschendes Konkurrenzdenken innerhalb der Branche verhindert momentan aber noch eine detaillierte Abstimmung auf allen Ebenen. Man möchte insgeheim natürlich der Erste sein, der Flüge wieder anbieten kann.

Von außen betrachtet herrscht bei den Luftfahrtgesellschaften eine freundschaftliche Atmosphäre und ein sportlicher Wettbewerb, bei dem möglichst alle als Gewinner hervorgehen.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Weitere Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie ist die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie“.

 

Wohl kaum eine andere Branche ist durch die andauernde Corona-Pandemie so sichtbar getroffen worden, wie die der Luftfahrtgesellschaften. Der internationale Flugverkehr kam nahezu von einem auf den anderen Tag zum Erliegen. Die Branche, die bisher über 100.000 Flugbewegungen weltweit pro Tag zu verzeichnen hatte und dabei Urlauber, Geschäftsleute, Pendler und Fracht befördert hat, steht im wahrsten Sinne des Wortes still. Selbst die Auswirkungen vom 11. September und der Weltwirtschaftskrise um 2009 auf den Luftverkehr erscheinen hiergegen vernachlässigbar gering.

Nur noch die nötigsten Flüge werden derzeit getätigt, um z.B. Menschen in ihr Heimatland zurückzubringen und natürlich der Frachtverkehr, der durch die Krise einen neuen Stellenwert erfahren hat. Blickt man in diesen Tagen an den Himmel, sind Kondensstreifen eine Rarität geworden. Doch die Stille trügt. Im Hintergrund arbeiten die kommerziellen Luftfahrtgesellschaften fieberhaft an einem Wiedereinstieg bzw. der Wiederbelebung des Luftverkehrs, um möglichst bald auch wieder Passagiere im Regelbetrieb sicher und gesund an ihr Ziel zu bringen – und die Welt zu verbinden.

1. Die aktuelle Situation des digitalen Lernens für deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen im Rahmen der Corona-Pandemie

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“.

 

Im internationalen Vergleich ist Deutschland in der digitalen Bildung flächendeckend nicht optimal aufgestellt – wenn auch der Wille hierfür durchaus gegeben ist. Nun bringt die Krise eine erzwungene Dynamik in das Thema eLearning. Je weitsichtiger man nun aus dieser Situation heraus handelt, desto eher lässt sich diese Krise auch als Chance nutzen, um in Zukunft deutlich besser aufgestellt zu sein.

Jede Bildungseinrichtung und jeder Lehrer improvisiert so gut es geht – im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Werkzeuge (Tools), die zur Verfügung stehen. Schulen und Einrichtungen, die bereits vor der Krise eine bestehende eLearning-Lösung (LMS-System) hatten, nutzen diese so konsequent wie möglich.

Insgesamt wird vielleicht nicht immer didaktisch sauber oder hochwertig gearbeitet – was man in der Kürze der Zeit nicht erwarten kann – doch es wird gearbeitet!

 

Schulleitung und Lehrer

In weiten Teilen gibt es eine Überforderung für Schulleitungen und Lehrer, da sie ihren „Lehrauftrag“ über ein digitales Zwischenmedium einerseits – und Eltern als Vermittler anderseits – umsetzten müssen. Ein zentrales Organ, welches die optimale Strategie entwickelt und verfügbar macht, fehlt.

Auf der einen Seite sind viele Lehrerinnen und Lehrer sehr gut auf das momentane digitale Homeschooling vorbereitet. Es wird problemlos mit digitalen Klassenräumen oder mit Videoanrufen gearbeitet. Auf der anderen Seite gibt es viele Lehrer, die mit der plötzlich eingetretenen Krisensituation komplett überfordert sind. Dieses hat nichts mit dem Alter zu tun. Vielmehr ist die persönliche Bereitschaft ausschlaggebend, inwiefern die Nutzung digitaler Lehr- und Lernmethoden in der kritischen Phase angewendet werden kann.

 

Eltern und Kinder

Eltern und Kinder sind zum Teil überfordert mit der Informationsflut, welche Lehrer ihnen mit besten Absichten bescheren. Diese resultiert zumeist auch daraus, dass Lehrer sich nicht untereinander abstimmen oder nicht abstimmen können. Digitales Lernen ist gegenwärtig noch keine Selbstverständlichkeit. Von Vorteil ist, dass Kinder (Schüler) grundsätzlich neugierig sind und zumeist spielerisch an die Sache heran gehen.

Für Eltern ist die Schule auch immer eine Form der Kinderbetreuung, die in ambitionierten Elternhäusern nun organisiert werden muss. Hierbei entsteht ein hoher Mehraufwand für Eltern und, sofern möglich, Angehörige: generelle Betreuung, Mittagessen und Hilfe beim Schulstoff und den Hausaufgaben. Somit werden Eltern zum Ersatzlehrer, Assistent und Kontrolleur des Lernfortschritts. Damit der Sport nicht zu kurz kommt, müssen Eltern auch hierauf ein Auge haben.

In einigen Familien gibt es – trotz der Mehrbelastung – auch sehr positive Effekte. Es wird wieder mehr miteinander geredet und mehr Zeit miteinander verbracht. Bei anderen Familien dominieren negative Folgen, da sich einige Eltern nicht wirklich für ihre Kinder interessieren und somit auch keine Zeit in ein vernünftiges Bildungs- und Beschäftigungsangebot für die EIGENEN Kinder investieren (können).

Eltern selbst sind natürlich auch mit ihren persönlichen Themen und Ängsten konfrontiert: Corona Virus, Job und Existenz. In Extremfällen führt dieses – in Verbindung mit der aktuell eingeschränkten Bewegungsfreiheit – leider auch zu Fällen häuslicher Gewalt. Oft wird in diesen Familien auch nicht die zuvor beschriebene Lernumgebung geschaffen und oft ist die erforderliche technische Basis auch nicht gegeben. Es gibt immernoch Haushalte, in denen Internet, Computer, Tablets oder Smartphones nicht oder nur sehr eingeschränkt für alle Familienmitglieder vorhanden sind.

 

Grundschulen

Die Klassenräume und Lehrer in Grundschulen sind teilweise sehr gut mit digitalen Lernmedien und Hardware ausgestattet. Diese zumeist ortsgebundenen Infrastruktur nutzt dem einzelnen Schüler zu Hause natürlich wenig.

Spezielle Software für Schüler höherer Klassen sorgt für ein gruppenorientiertes, dynamisches Erarbeiten von Lerninhalten und den Aufbau von hochstehenden menschlichen Gruppenwerten. Im Rahmen der Pandemie kann auch hier nicht von heute auf morgen auf ein digitales Klassenzimmer mit allen Beteiligten, zum Beispiel via Chat, mit allen Erfordernissen umgestellt werden.

 

Bildungsträger

Für Bildungsträger gilt, dass die Ausrüstung mit Lernsystemen eher durchschnittlich ist und das Personal oft nur holprig mit der Hardware und Software umzugehen weiß. Lerneinheiten als Videos oder gar simultan im Chat kann man an einer Hand abzählen. Bisher wurden Online-Bildungsträger eher als Wettbewerber betrachtet. Diese wiederum sind derzeit klar im Vorteil in Bezug auf ihre Infrastruktur – nicht aber unbedingt auf die gegenwärtig benötigten Inhalte. Eine erste Idee (1) hierzu: Partnerschaften von klassischen und online Bildungsanbietern haben großes Zukunftspotential.

 

Universitäten

An den Universitäten sieht es besser aus. Dort wird schon länger mit digitalem Lernen experimentiert und gearbeitet. Erste Universitäten streamen bereits „live aus dem Hörsaal“.

 

ESSENZ

Die ideale Art zu lernen ist gegenwärtig weder konventionell noch digital gegeben. Die Motivation zu lernen läuft Gefahr, (weiter) zu sinken. Daran ändert auch eine verbesserte Struktur des digitalen Lernens nicht viel. Zu stark ist  die Vorstellung verbreitet, der digitale Unterricht müsse genauso aussehen beziehungsweise strukturiert sein wie in der Schule.

Hinzu kommt, dass digitales Lernen noch nicht für alle Schüler gleichermaßen geeignet ist, sondern erst ab einem bestimmen Alter. Nicht dass Kleinkinder dieses nicht könnten. Doch digitale Medien im Übermaß stehen nicht wirklich im Einklang mit einer guten und gehirngerechten kognitiven Gesamtentwicklung. Und was ist mit unseren Mitmenschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen?

Am Ende des Tages ist Schule auch der Raum für ein soziales Miteinander. Das Erlernen und Ausbauen von Respekt anderen und sich selbst gegenüber, sind fundamental wichtig für ein erfolgreiches Beschulen. Dies scheint über die Entfernung und durch digitale Kommunikationswege derzeit erschwert. Hier können Online-Gruppen und Einzelgespräche helfen, Schadensbegrenzung zu betreiben. Vielen Schulen und Lehrer praktizieren diese bereits vorbildlich.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

2. Maßnahmen, welche die Taxibranche ergreifen kann, um Fahrgäste sicher zu befördern

In der Krise steht ein Set an Maßnahmen zur Verfügung. So können Fahrgastzellen abgeschirmt werden, über das normale Maß hinaus innovativ desinfiziert werden, neue Technologien eingesetzt werden, bargeldloses Bezahlen genutzt werden, sichtbare und gefühlte Sicherheit erhöht werden und weitere Maßnahmen.

Fahrgastzellen zum Fahrer hin abschirmen

  • Dies minimiert die Gefahr den Fahrer anzustecken, der dann wiederum andere Fahrgäste anstecken könnte.
  • Zu vergleichen mit den alten englischen Taxen, in denen es eine Scheibe zwischen Fahrgast und Fahrer gab.
  • Neue Fahrzeuge könnten bereits mit dieser Abschirmung ausgestattet werden.
  • Ein Nachrüst-Kit könnte entwickelt werden, welches man selber verbaut und das jedes Unternehmen einfach mit Standardbauteilen nach Anleitung bauen kann.
  • Die Ausgabe von Atemschutzmasken an Fahrgäste, die behalten werden können.
  • Das Tragen von Schutzmasken durch Taxifahrer.
  • Verwenden von Überzügen für Kopfstützen (wie in der Bahn bzw. im Flugzeug), die nach jeder Fahrt gewechselt werden.
  • Die erforderlichen Verhaltensmaßregeln und Tipps für Fahrgäste in der Fahrgastzelle aushängen.

 

Regelmäßige Desinfektion nach jeder Fahrt

  • Die Desinfektion via Checklisten dokumentieren.
  • Ein Video verbreiten, welches einen Fahrer bei der Desinfektion zeigt.
  • Die Desinfektion als verpflichtenden Standard in der Brache definieren.
  • Den Sitzbereich des Fahrgastes nach der Fahrt desinfizieren.
  • Eine Option wäre auch, die Fahrgastsitze mit einer Folie zu bespannen, die ggf. nach jeder Fahrt ausgetauscht wird.
  • Die Versiegelung des Fahrzeuges ist eine weitere Option: Jeder Fahrgast löst ein Siegel, das garantiert, dass das Fahrzeug zuvor desinfiziert wurde.

 

Evaluierung neuer Technologien, die zuvor erprobt werden

  • Einsatz von Luftfiltern bzw. Luftreinigern.
  • Ausreichend frische Luftzufuhr gewährleisten.
  • Tauglichkeit von Ozon Lampen, Desinfektionslampen, UV-Lampen, etc. prüfen .
  • Technische Komponenten als grundsätzliches zentrales Element – auch für die Zukunft: Innovative Hygiene- / Desinfektionstechnik.

 

Keine Nutzung von Bargeld

  • Nur Zahlungen via App und Kartenterminal gestatten.
  • Die Bezahlung vor der Fahrt via Online-Portal (s.u.) ermöglichen.
  • Zahlen mit Bitcoin und Co. (Stablecoin).

 

Maßnahmen für eine sichtbare und gefühlte Sicherheit.

  • Der Taxifahrer könnte Handschuhe tragen.
  • Der Fahrer steigt nur in Notsituationen aus dem Fahrzeug und hilft auch nicht beim Türaufhalten usw..
  • Den „sicheren Transport“ im Kriesenfall anbieten: Sicherer als Bus und Bahn.
  • Garantieren, dass in „normalen Taxen“ keine infizierten Personen transportiert werden. So steigt die gefühlte Sicherheit. Nur bestimmte Taxen sollten Krankentransporte von infizierten übernehmen. Dies könnten beispielsweise Taxen sein, die besagte Trennung zwischen Vorder- und Hintersitzen eingebaut bekommen haben und Sitze mit Folien überspannen (s.o.). Alternativ: Harte Plastikbänke einbauen wie an Bushaltestellen. Diese können extrem einfach desinfiziert werden.
  • Den Fahrgast nicht mehr vorne sitzen lassen.
  • Verbot von Gruppenbeförderungen (RideSharing).
  • Feste Vereinbarungen von regelmäßigen bzw. wiederkehrenden Fahrten organisieren durch deren Vermarktung (siehe Kommunikation).
  • Den „Stammfahrer“ für Stammkunden aufbauen: „Der Taxifahrer meines Vertrauens“: verantwortungsbewusst und in der Krise „geprüft gesund“.
  • Die Fahrer absolvieren einen „Corona-Test“ und kennzeichnen dieses durch einen Aufkleber an die Scheibe. Optional wird dieses wird transparent in der korrespondierenden App des jeweiligen Verbundes / Unternehmens abgebildet.
  • Eventuell können kritische Fahrgäste (Verdachtsfälle) speziell gehandhabt werden.
  • Ein frischer Geruch im Fahrzeug ist wichtig – ev. ähnlich einer (Zahn)Arztpraxis.
  • Die Fahrzeuge müssen trotzdem noch einladend wirken – wie Business Class im Flugzeug.
    • Optional: Einheitliche Uniformen, Handschuhe tragen.

 

Keine Wartezeiten für Fahrgäste

  • Den Kontakt mit anderen Gästen (untereinander) möglichst reduzieren.
  • Direkte Abholung am Flughafen und Bahnhof ohne Warteschlangen z.B. durch die Buchung vorab.
  • Direkte Wege von Tür zu Tür ermöglichen.

 

Gespräche zwischen Fahrer und Fahrgast

  • Eine positive Gesprächsführung.
    • Hierzu ist eventuell Ausbildung der Fahrer erforderlich.
  • Keine negative Berichterstattung über Medien (Radio, Funk) im Fahrzeug.

 

Es gilt jetzt die erforderliche Geschwindigkeit an den Tag zu legen, um diese Maßnahmen nacheinander weitestgehend umzusetzen.

 

2. Weitere mögliche Sofortmaßnahmen von Airlines für einen regulären Flugbetrieb aus der Krise heraus

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Weitere Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen“.

 

Bisher haben die Luftfahrtgesellschaften und die Luftfahrtbranche Maßnahmen getroffen, wie wir sie aus unserer Wahrnehmung der aktuellen Situation in wesentlichen Teilen beschrieben haben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Anfang Mai 2020) ist nicht erkennbar, welche kurzfristigen Lockerungen es für die Luftfahrtgesellschaften geben wird – und vor allem wann. Daher stellt sich die Frage, welche – über die bisherigen hinaus gehenden – Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen. 

 

Hierzu haben wir die folgende Ideen entwickelt, die nachstehend im Detail beschrieben werden:  

  • Gestaltung des Umfeldes eines Flugzeuges – im Wesentlichen den Flughafen und dessen Betrieb. 
  • Modifikationen innerhalb der Kabine. 
  • Neue und erweiterte Technologien. 
  • Änderungen bei Essensausgabe bzw. Verpflegung. 
  • Kooperationen mit der Tourismusbranche und optimierte Preisstrukturen. 
  • Kommunikation mit den Anlegern. 
  • Einkauf und Steuererleichterungen. 

 

Die hierzu von uns entwickelten Ideen zeigen konkrete Möglichkeiten auf, die von innovativen Airlines verfolgt werden könnten. NEURONprocessing ist jederzeit in der Lage, einzelne Ideen weiter zu vertiefen oder / und bis zur Anwendungsreife weiterzuentwickeln. Interessenten aus der Luftfahrtbranche setzten sich einfach mit uns in Verbindung

 

Die Kabine  

Offensichtlich kann ein Teil der Lösung für die wesentliche Sicherheit von Passagieren im Kern nur im Inneren der Kabine liegen. 

 

Fluggäste sind im Prinzip in der Kabine eingeschlossen, was gleichzeitig auch einen Teil der Lösung beinhaltet:  

Im Sinne eines Reinraumes, in den nur jemand hineinkommt, der zuvor getestet und vor dem an Bord gehen desinfiziert wurde / bzw. sich desinfiziert hat. 

Eigene Luft über Sauerstoffmasken einatmen und Absaugen der Atemluft über die Lüftung 

Eine Idee ist, Sauerstoffmasken während des Fluges zu tragen und für eine darauf abgestimmte optimierte Luftzirkulation zu sorgen. Dieses ließe sich eventuell darüber erreichen, die Luftdüsen der Lüftung auf Absaugen zu stellen, wobei die abgesaugte Luft entsorgt oder sicher gereinigt werden muss. Hierfür könnten neue und erweiterte technische Lösungen zum Einsatz kommen, wie sie im nachstehenden Punkt „Neue und erweiterte Technik“  beschrieben werden. 

 

Neue und erweiterte Technik  

Im Zuge der Absicherung der Flugzeugkabine, muss auch über die Installation neuer und die Modifikation bestehender Technik nachgedacht werden. 

Es gibt viele Möglichkeiten der Auf- und Umrüstung bzw. technischen Erweiterung und Umkonfiguration von Systemen. Diese werden im weiteren Verlauf unserer Ideenentwicklung beschrieben. 

Eine Idee ist die Entwicklung und Adaption eines „Live-Detection System“ des Virus (Echtzeit-Erkennung). Auch in Zukunft – über Corona hinaus – wird so ein System von großem Nutzen sein. 

Ein solches System wäre etwas revolutionär Neues, das tatsächlich von großer Hilfe ist – wenn nicht gar die entscheidende Lösung für das Fortbestehen der Luftfahrt, wie wir sie kennen. 

Derzeit evaluiert NEURONprocessing die Realisierbarkeit eines derartigen Systems auf Basis detaillierter Daten aus unserer Ideation. Interessenten aus der Luftfahrtbranche oder interessierte Hersteller bzw. Entwicklungspartner für ein solches System, setzten sich einfach mit uns in Verbindung. 

 

Das Nachdenken 

Die aus unserer Ideenentwicklung hervorgehenden Ideen, sollten in der Luftfahrtbranche einen kreativen Prozess des Nachdenkens über unsere Lösungsansätze auslösen. Und zwar in Verbindung mit einem nachgelagerten Engineering, um herauszufinden wie diese Ideen zu realisieren sind.  

Konkret geht es um die resultierenden Folgehandlungen zur Prüfung, Weiterentwicklung und Adaption, sowohl intern und extern – z.B. mit Forschungseinrichtungen oder in Kooperation mit NEURONprocessing. 

 

Das Essen  

Nahrung an Bord sollte vorerst nur aus Tuben verwendet werden, um so keine Stoffe aufzunehmen, die zuvor in der Luft gewesen sind 

Hierfür eignen sich z.B.: Quetschies, Mahlzeiten aus der Raumfahrt, etc.. Diese Idee könnte neuen Innovationen der Nahrung für die Luftfahrt der Zukunft Raum gegeben. Hierüber könnten Fluggesellschaften den Gedanken und die Notwendigkeit von gesünderem Essen kommunizieren – ggf. zum Anbieter in diesem Bereich werden (Diversifikation). Siehe hierzu auch > Public Innovation (erscheint in Kürze). 

Eine weitere Option wären gut abgepackte Essensrationen, die vorsichtig eingenommen werden. 

 

Die Trennwände  

Eine weitere Idee ist, zusätzliche Trennwände in Flugzeuge einzubauen und diese ggf. durch kontaktlose Automatiktüren „hermetisch“ abzutrennen. 

Diese könnten bereits futuristisch gestaltet werden, wie in der Enterprise (Star Trek) und auch mit dem gleichen Geräusch einhergehend (> Futuristisches Ambiente und Reiseflair / erscheint in Kürze).  

 

Tourismus & Preise 

Die Luftfahrtgesellschaften können in Zusammenarbeit mit der ebenfalls stark betroffenen Tourismusbranche attraktive Pakete für Geschäftsreisende und Urlauber entwickeln, die bereits jetzt gebucht werden können.  

Selbst wenn derzeit noch nicht ersichtlich ist, wann die gebuchten Pakete tatsächlich genutzt werden können, wären diese gleich nach der entsprechenden Lockerung der aktuellen Einschränkungen anwendbar.  

Um die Kunden zur Buchung zu animieren, ist eine kostenlose und zeitlich flexible Stornierung mit Rückerstattung sämtlicher Kosten bzw. die Möglichkeit zur Umbuchung selbstverständlich.  

Hierbei gilt der Gedanke, dass Fluggesellschaften und die Tourismusbranche eng kooperieren, um das Optimum für beide Branchen herauszuholen.   

 

Anleger 

Die Anleger der Branche sollten in die Zukunftsprojekte der Luftfahrtgesellschaften investieren, um auch in den kommenden Jahren noch Gewinne einfahren zu können. Siehe hierzu die Ideen in 4. Optimum (erscheint in Kürze). 

 

Regional

Die Luftfahrtgesellschaften können verstärkt auch wieder kleinere, regionale Flughäfen anfliegen, um eine größere Ansammlung von Fluggästen auf den großen Hubs (Luftfahrt-Drehkreuzen) zu vermeiden.  

Es werden wieder mehr Punkt zu Punkt (Point to Point) Verbindungen in den Flugplan aufgenommen, um unnötiges Umsteigen zu vermeiden und Wartezeiten zu reduzieren (> Kleinere Jets / erscheint in Kürze).  

Hierfür können auch Militärflughäfen in Betracht gezogen werden, sofern diese einen Mischbetrieb (zivil / militärisch) erlauben. 

 

Einkauf  

Zudem ist es ratsam für die Luftfahrtgesellschaften die aktuelle Situation zu nutzen, um jetzt günstige Kerosin-Preise mit Anbietern bzw. Lieferanten zu vereinbaren.   

Hierdurch können teilweise, die durch die Krise entstandenen finanziellen Verluste, in den Folgemonaten ausgeglichen werden. 

 

Steuererleichterungen  

Generell kommt man um temporäre Steuererleichterungen bzw. Subventionen für die Luftfahrtbranche nicht herum, um deren Fortbestehen zu gewährleisten. 

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

2. Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“.

 

Zunächst einmal ist die in unserem 1. Teil beschriebene aktuelle Situation eine gute Ausgangsbasis – denn Not macht bekanntermaßen erfinderisch. Es gilt das Prinzip: es ist besser etwas zu tun, als gar nichts zu tun, auch wenn man ggf. über das Ziel hinaus schießt. Zum Beispiel das unkoordinierte „Überfluten“ mit Aufgaben an Schüler durch einzelne Lehrer – ohne Absprache untereinander.

Nach dieser ersten Phase der Krise gilt es nun, die weiterführenden Möglichkeiten zu bündeln und zu strukturieren. Hierfür braucht es eine „Blaupause“, ähnlich unserem Lösungsansatz, den wir hier im weiteren Verlauf beschreiben. Die Besonderheit und Qualität unserer Lösung liegt darin, dass diese auf ein zukünftiges Optimum des digitalen Lernens – über die Krise hinaus – ausgerichtet ist und keine politische Agenda verfolgt.

Grundsätzlich können alle Beteiligten wie bisher in der Krise weiter arbeiten. Parallel gilt es jedoch entweder unseren oder einen anderen weitsichtigen Lösungsansatz auf den Weg der Umsetzung zu bringen, der als Basis es eine geeignete Lernplattform definiert!

 

Lernplattform als Basis

Es gilt eine bestehende digitale Lernplattform zu nutzen, die nachstehend beschriebene Kriterien erfüllt – oder auf kurze Sicht dahingehend ausgebaut werden kann. Im Zentrum stehen digitale Klassenräume als gemeinsamer, zentraler „Speicherort“ für Lernmaterial und als Ausgangspunkt für Videokonferenzen. Der bisherige Klassenverband sollte in autarke Lerngruppen unterteilt werden, die sich gegenseitig unterstützen (Größe ca. 5 Schüler). Diese können auch einfacher von Lehrern und Dozenten betreut werden. Generell geht es darum, den Regelbetrieb aufrecht zu erhalten und Strukturen im Tagesablauf nicht aufzuweichen. Hierfür sollten von Pädagogen die optimalen Maßnahmen erarbeitet werden, damit der Impakt der Krise nicht noch größer wird.

 

Lehrer kontrollieren über ein Regelsystem, ob und wie die Schüler gearbeitet haben:

  • Eine Art wohlgemeintes Kontrollsystem, damit kein Schüler „hinten runterfällt“.
  • Dies ist nötig, da viele Schüler beziehungsweise Lernende nicht immer in der Lage sind, alleine zu lernen und sich nicht alleine auf eine Aufgabe fokussieren können.
  • Hier ist es nötig, dass ein Lehrer / Dozent einschreiten kann, wenn das System ihm ein entsprechendes Feedback liefert.

 

Die in der jetzigen Phase benötigten Plattformen müssen die folgenden Bereiche abdecken (siehe 3. Teil):

  1. Einzelne videogestützte Lerneinheiten
  2. Video Calls in der Gruppe
  3. Gruppenlernchats
  4. Schülerinnen und Schüler per Telefon individuell kontaktieren: Telekommunikation mit Dozenten über relevante Medien für einen zugesicherten Zeitraum x Minuten pro Woche
  5. Zugang über gesammelte Hyperlinks zu Archiven von Software und Lernmitteln, die für zu absolvierende Lerneinheiten wichtig sein könnten (ggf. über den Lernplan hinaus)
  6. Weitreichende Schulungen für Schüler und Teilnehmer in Medienkompetenz
  7. Freizeitchats
  8. Social Digital Meetings zum Austausch zwischen den Schülern (im Klassenverbund).
  9. Sportangebote machen

 

Schüler unterrichten Schüler

Ältere Schüler können jüngere Schüler – nach Vorgaben von Lehrern – unterrichten und dabei selber wachsen. Dies wäre auch international möglich und wäre besonders gut geeignet für Sprachen – zum Beispiel als Sprachtandem mit Muttersprachlern.

 

Der Mensch im Zentrum

Es ist primär von großer Wichtigkeit den Zusammenhalt von Lehrern / Dozenten und Schülern ins Zentrum zu stellen. Wir Menschen brauchen ehrliche Kontakte, bestenfalls physisch. Ist dies nicht möglich, so muss ein möglichst optimales, plattformbasiertes „virtuelles Abbild“ geschaffen werden. Hier gilt es auf die Unterstützung der Eltern und Angehörigen zu hoffen, da diese nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.

 

Sich zusammenschließen

Das Zusammenschließen im Verbund von Schulen / Einrichtungen – gegebenenfalls auch städteweise – sollte ermöglicht und gefördert werden. Nicht jede Schule darf „ihr eigenes Süppchen kochen“ und muss von vorhandenen Kompetenzen und Strukturen profitieren.

Darüber hinaus sollten die Verantwortlichen auch bei den Plattformanbietern anfragen, ob eine kurzfristige Schulung des Lehrpersonals  erfolgen kann, um entsprechende Anwendungen optimal nutzen zu können. Anbieter könnten von sich aus auch freie Lizenzen übergangsweise zur Verfügung stellen. Hier ließe sich ein interessantes Gesamtpaket schnüren: Zeitnah eine Plattform aufbauen und den Lehrern eine Starthilfe geben.

Ebenso könnten seröse Nachhilfeanbieter  einbezogen werden.

Jetzt gilt: Wissen teilen und verfügbar machen!

 

Umsetzung

Derartige Plattformen müssten schnellstmöglich aufgesetzt werden, sofern hiermit noch nicht begonnen wurde, um den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten. Es darf nicht bei Aufgabenverteilung via E-Mail und damit einhergehender Strukturlosigkeit bleiben! Die Einführung kann in Wellen erfolgen. Dies dient dem besseren Verständnis der Betroffenen, damit die Schüler und Eltern nicht von einer einmaligen Informationsflut überrollt werden.

 

Ausblick: Lehrer europaweit „fit machen“

Vielleicht könnte man innerhalb eines halben Jahres die gesamte deutsche – oder gar europäische Lehrerschaft „fit“ in diesem Sinne bekommen. Es gibt bereits massenweise sinnvolle und in der Bedienung leicht zu erlernende Anwendungen / Plattformen, die entsprechend dokumentiert und erprobt sind. Wenn jeder Lehrer in einem halben Jahr mit den vier Kernelementen Kommunikation, Webinare, Informationsgenerierung und Informationsverteilung vertraut gemacht wird, wäre dies ein sehr großer Schritt, den „Tanker Schule“ in die richtige Richtung zu navigieren – dies würde auch eine große mentale Last von den Lehrern nehmen.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen, welche die Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland aufbauen können, die auch über die Krise hinaus zukunftsträchtig sind“.

3. Aufgaben, welche die Taxibranche in der Krise insgesamt übernehmen kann

Soweit möglich, sollten die neuen bzw. erweiterten Aufgaben und Leistungen nach und nach in die bereits existierenden Service-Portal eingebettet werden – siehe Beschreibung unter Punkt 4..

Das Taxigewerbe sollte sich in Zukunft als ein „Allround-Dienstleister“ verstehen, der ein wesentlich breiteres Betätigungsfeld anstrebt – siehe hierzu auch 4..

 

Zentrale Leistung

  • Eine zentrale Leistung ist der sichere Transport von Menschen.
  • Wie oben beschrieben, können Taxen nachgerüstet werden und als „Corona frei“ spezielle Fahrten übernehmen: Dieses könnte eine spezielle und standardisierte Dienstleistung der Taxibranche werden, die seitens der Behörden genehmigt werden könnte.
  • Besonders vertrauensvolle Taxifahrer, die eine enge Kundenbindung aufbauen (siehe 2.), sollten auch Kinder transportieren dürfen, um ggf. Eltern die Wahrnehmungen ihrer (systemrelevanten) Aufgaben / Arbeit zu erleichtern – z.B. hin zu gesicherten Betreuungseinrichtungen.

 

Aufträge, die seitens der Behörden an Taxen vergeben werden und regierungsseitig gefördert werden

  • Die lokalen Behörden bzw. Regierungseinrichtungen sollten Taxen als operative mobile Einheiten einsetzten, um eine erforderliche Logistik aufrechtzuhalten:
    • z.B. Akten und Dokumente für Firmen und Behörden transportieren.
    • Z.B. sicheres Fahren von Behördenmitarbeitern bzw. Personen des öffentlichen Dienstes.
  • Übernehmen von abgesicherten Einzeltransporten, falls Erkrankungsverdacht vorliegt – siehe hierzu auch 2. „spezielle Fahrzeuge“.

 

Arzneimittel & medizinische Güter

  • In Kooperation mit Apotheken und Krankenhäusern sollte der Transport von medizinischen Gütern ausgebaut werden, um die erforderliche Verteilungslogistik zu ermöglichen bzw. aufrechtzuerhalten.
  • Ebenso sollte der Transport von eiligen Arzneimitteln übernommen werden.

 

Taxifahrten unterstützen / ersetzen Krankentransporte

  • Die öffentlichen Institutionen werden ggf. sehr schnell an ihre Transportlimits kommen. Die bereits zuvor erwähnten „Spezial-Taxen“, können kranke Menschen transportieren und Medikamente liefern.
  • Des Weiteren können Erledigungen für Risikopatienten übernommen werden. Update – diese Idee wurde bereits adaptiert: Das Hamburger Taxigewerbe bietet seit dem 16.03.2020 einen Einkaufsservice für Risikogruppen an.

 

Einkaufsservice ausbauen

  • Für Menschen die sich nicht mehr aus dem Haus bewegen wollen.
  • Für unter Quarantäne stehende Menschen.
  • Ausfahren von Lebensmitteln im Verbund mit Lebensmitteleinzelhandel (LEH) prüfen.
  • Die Lieferservices sind bereits an ihre Grenzen gekommen. Taxen könnten zum Festpreis Einkaufstouren anbieten.
  • Ein kleines Beispiel zur konkreten Umsetzung: Das Taxigewerbe sollte direkt mit der Logistik des LEH verbunden werden. Die bereits jetzt hereinkommenden Bestellungen sollten vom LEH kommissioniert werden. Die Taxifahrer holen dann im Zentrallager (oder ggf. dezentralisierten Lägern) die Ware ab. Die Bezahlung funktioniert so, dass der LEH ein Produkt „Liefern per Taxi“ anbietet. Dies kann der Besteller dann in den Warenkorb legen. So wird zudem kontaktloses Bezahlen und Liefern ermöglicht – siehe auch 2.. Sofern eine Abstimmung mit dem LEH vorerst zu komplex erscheint, könnten die Taxizentralen den Kunden standardisierte Warenkörbe anbieten. Wenn ein Kunde per Telefon den Einkaufsservice nutzt, werden ihm kurz diese Warenkörbe vorgestellt. Zusätzlich könnte auch auf der Webseite eine Liste mit Warenkörben angezeigt werden.

 

Beförderung von Waren anstatt Personen

  • Auslieferung von Paketen und anderen Warensendungen.
  • Verstärkte Übernahme von Kurierfahrten.
  • siehe 4. für den weiteren Ausbau.

 

Langstreckenfahrten anbieten

  • Sich als ein Alternative zu Bus und Bahn im und ins Umland von Ballungsräumen etablieren.
  • Hierfür günstigere Tarife anbieten.

 

3. Möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie lange dauert der Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften möglicherweise an?“.

Die kritische Phase erstreckt sich über einen längeren Zeitraum von bis zu zwei Jahren, da die Branche international aufgestellt ist. Viele Regionen werden erst in einigen Monaten – wenn nicht Jahren – angeflogen werden können.

In Bezug auf Geschäftsreisen hat bereits ein generelles Umdenken eingesetzt. Viele ´traditionelle´ Geschäftsreisen werden künftig nach der Pandemie nicht mehr durchgeführt, da man die Erfahrung gemacht hat, dass in weiten Teilen Video Calls und Online Meetings unnötige Geschäftsreisen ersetzen können – und die Produktivität steigern.

Auch die Auswirkungen aufgrund nicht angetretener Urlaubsreisen werden negativ sein, da sich Urlaub nur schwer nachholen lässt. Und wenn, gäben es die reduzierten Kapazitäten nicht her.

Die Verantwortlichen müssen über die nachstehend beschriebenen Phasen Mechanismen für das Aufspüren und Entwickeln neuer Ideen evaluieren – und resultierende Innovationen und Strategien zielgerichtet adaptieren. Diese ermöglichen die teilweise Kompensation der bisherigen Ausfälle und das Erschließen neuer Geschäftsfelder und Anwendungen. Wir beschreiben detaillierte Ideen hierzu in einem nachfolgenden Beitrag:

`Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder´.

Nach bisherigen Einschätzungen kann die kritische Phase für die Luftfahrtbranche bis Oktober 2020 andauern, um sich dann im Laufe der nachfolgenden ein bis zwei Jahre wieder zu entspannen – wenn auch nicht zwingend bis auf das alte Niveau.

Die einzelnen Phasen im Detail – Dynamik

Es hat den Anschein, dass es in der Luftfahrt erst nach der Adaption innovativer Lösungen – auch den von uns beschriebenen – wieder aufwärts gehen kann.

Diese Lösungen zeigen die weiteren Schritte auf, aus denen sich in der Summe eine Perspektive für eine Weiterentwicklung der Luftfahrt im Einklang mit dem veränderten Zeitgeist ergibt.

Zuvor gilt es für Verantwortliche und Entscheider, sich für neue Wege und Lösungen zu öffnen.

Grundsätzlich haben wir es in der Luftfahrt mit der gleichen Zeitdynamik zu tun, wie sie im Taxi– und Bildungsbereich beschrieben haben.

Die spezifische Zeit- und Umsatzkurve

Zeit-und-Umsatzkurve
Zeit- und Umsatzkurve der weiteren Entwicklung in der Luftfahrt und bei Airlines.

1. Die bisherige Entwicklung

Diese Phase beschreibt die bisherige Entwicklung in der Krise bis hin zur aktuellen Situation.

2. Die aktuelle Situation

Bei diesen Punkt handelt es sich um die aktuelle Situation, wie wir sie im Detail bereits beschrieben haben:

DIE AKTUELLE SITUATION DER LUFTFAHRTGESELLSCHAFTEN IM RAHMEN DER CORONA-PANDEMIE

In dieser Phase herrscht durchaus eine gewisse Ratlosigkeit in Bezug auf eine erforderliche Lösung, wie genau man planbar weiter machen kann. Keine Airline war auf so eine Situation in einem der internen Szenarios vorbereitet – auch wenn man es prinzipiell hätte sein können oder gar sein müssen.

2.1 Man ist offen für eine Lösung beziehungsweise jede Art von Ideen, die man umsetzen kann.

Dieses ist der Punkt, an dem neue Lösungen und Innovationen ins Spiel kommen (müssen). Für Verantwortliche bzw. Entscheider gilt es, diese mit in ihre weiteren Planungen und Szenarien einzubinden.

3. Beginn der Adaption

Ab diesem Punkt beginnen die Adaption und Integration von ersten Ideen und Lösung, die aus der vorausgehenden Phase resultieren. Die Umsetzung erfolgt in einer regelmäßigen Iteration bzw. Abfolge – auch dauerhaft über alle nachfolgenden Phasen hinweg.

3.1. Erste Flüge & Sonderflüge

Ab diesem Punkt sind erste Flüge und Sonderflüge realisierbar, die unter besonderen Bedingungen durchgeführt werden. Diese werden im Einklang mit den gegenwärtig bekannten und möglichen Maßnahmen durchgeführt: größtmöglicher Sitzabstand, regelmäßige Desinfektion, etc.. Hinzu kommen die von uns bereits beschriebenen Sofortmaßnahmen:

WEITERE MÖGLICHE SOFORTMASSNAHMEN VON AIRLINES FÜR EINEN REGULÄREN FLUGBETRIEB AUS DER KRISE HERAUS

Deren Integration bilden auch die Basis für die in Phase 3.5 beschriebenen weiterführenden Lockerung.

Diese Lockerung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen greift gegen Mitte Juni / Anfang Juli.

Die ersten regelmäßigen Flüge werden ggf. noch unrund abgewickelt werden, bis alle Beteiligten (Luftfahrtpersonal, Flughafenpersonal, die dazugehörige Infrastruktur, etc.) auf die neuen Beförderungsbedingungen eingestellt sind.

Es kommt in den ersten Monaten noch zu vielen Ausfällen, Verzögerungen und Unannehmlichkeiten für die Passagiere.

3.2: Umsetzungsetappen

Im Anschluss folgt die schrittweise Adaption innovativer und notwendiger Lösungen (auch der hier aufgeführten) in verschiedenen Umsetzungsetappen, nachdem im Vorfeld deren Umsetzung validiert und evaluiert wurde.

3.3 Klassische Maßnahmen

Parallel werden immer weitere klassische Maßnahmen adaptiert, wie sie bereits anfänglich schon bei den Airlines (s.o.) – und in anderen Industrien und gesellschaftlichen Bereichen umgesetzt werden.

Hierzu sollten Airlines eine permanente Recherche betrieben, die nach geeigneten Lösungen sucht, diese aufgreift und dann auf deren Anwendbarkeit hin prüft. Wurde etwas für realisierbar befunden, dann erfolgt der Prozess der Anpassung und schrittweisen Implementierung. Sukzessiv erfolgt die Ausdehnung auf die gesamte Flotte.

Wir gehen davon aus, dass dieses der frühste mögliche Zeitpunkt ist, an dem Airlines bereit sind, ihre Erkenntnisse auch mit anderen Luftfahrtgesellschaften zu teilen, um verständlicherweise den eigenen Vorteil waren zu können.

3.4 Weitere Lösungen

Zu diesem Zeitpunkt könnten weitere innovative Lösungen umsetzungsreif sein, die zwischenzeitlich entwickelt wurden.

Die bis hierhin erarbeiteten Pläne und Konzepte werden nun auch mit einer breiten Öffentlichkeit geteilt – und machen das zukünftige Bild der Luftfahrt verständlich und nachvollziehbar. Basis sind u.a. auch die von uns skizzierten Grundlagen, wie z.B. einem neuen technischen Verständnis, einer neuen Denkweise der Mobilität (> „Futuristisches Ambiente und Reiseflair“ erscheint in Kürze) und einer bürgerlichen Beteiligung – ggf. sogar einer Solidargemeinschaft (> „Public Innovation“ erscheint in Kürze).

In dieser Phase wird die Branche auch beginnen müssen, sich von veralteten Technologien zu verabschieden.

3.5 Politische Freigaben

An diesem Punkt werden weitere politische Freigabemechanismen entschieden, deren Umsetzung die Basis für den nachfolgenden, gesteigerten Flugbetrieb sind.

Dieser Schritt setzt die Adaption weiterer, notwendiger Lösungen voraus – so wie auch von uns entwickelt und beschrieben.

Diese Phase könnte im August und September eingeleitet werden – bzw. eintreten.

3.6 Weitere Steigerung

Diese Phase definiert eine weitere Steigerung der Flugbewegungen hinzu September und Oktober, die auch darüber hinaus immer weiter andauert.

Erst gegen (Ende) Oktober kann man wieder von einem annähernd regelmäßigen, jedoch bei Weitem noch nicht ’normalen‘ Flugbetrieb sprechen. Besonders nicht von einem weltweiten Flugbetrieb, da sich die Reisebeschränkungen länderspezifisch lockern werden.

Es muss ständig neu geplant, angepasst und nachgebessert werden (Flugpläne, Strecken, Überflugrechte von Lufträumen). Mit einer endgültigen Entspannung der Situation und eine Rückkehr zur ’neuen Normalität‘ ist frühestens im Winter 2021 zu rechnen.

Unklar ist, ob ab diesem Punkt das Erreichen des früheren Marktvolumen wieder eingeleitet wird – beziehungsweise es sich in der Folge bereits um dieses handelt. Gegenwärtig ist fraglich, ob das frühere Marktvolumen jemals wieder in der alten Form erreicht wird.

Auf Basis unserer Einschätzung dauert dieses wenn, dann Jahre – möglicherweise bis zu 5 Jahre. Es dauert jedoch mindestens ein bis zwei Jahre, bis die Luftfahrtbranche überhaupt wieder in diesen Bereich kommen kann.

4. Phase

In dieser Phase geht es nicht mehr um die Bewältigung der Pandemie. Hier geht es um die Umsetzung eines möglichen ´Optimums für Luftfahrtgesellschaften”. Erste Neuerungen, technische und strukturelle Änderungen werden im Flugverkehr umgesetzt. Ein neues Zeitalter der Fliegerei wird eingeleitet.

5. Phase

Ab dieser Phase fächert sich die klassische Luftfahrt stark auf und eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten, Menschen und Waren zu transportieren, werden nach und nach erschlossen. Diese sind variantenreich genau auf die jeweiligen Anwendungen und Ziele hin entwickelt und abgestimmt.

Wir beschreiben detaillierte Ideen zu Phase 4 und 5 in einem nachfolgenden Beitrag:

`Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder´.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder“.

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