Ideen & Konzepte

3. Zukunftsgerichtete optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen für Schulen und Bildungseinrichtungen über die Krise hinaus

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen, welche die Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland aufbauen können, die auch über die Krise hinaus zukunftsgerichtet sind“.

 

In unserem vorausgehenden Teil „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ haben wir hervorgehoben, wie wichtig es jetzt ist, die bisher existierenden Lösungen und Lernportale weiterzuentwickeln. Hierfür haben wir auf unseren Lösungsansatz als „Blaupause“ verwiesen, die Orientierung in der Weiterentwicklung gibt und sich auf jedwede technologische Plattform anwenden lässt. Entscheidend ist, zeitnah alle vier enthaltenen Kernelemente lösungs- bzw. plattformspezifisch umzusetzen, ständig auszubauen und immer weiter zu entwickeln. Das Ergebnis dieses Prozesses ist idealerweise eine optimale Lernplattform. Legen wir los!

Die hier beschriebenen sehr einfachen Analogien können in bestehenden Systemen adaptiert werden oder in vollkommen neue und hierauf von vornherein abgestimmte, Systeme / Plattformen überführt werden. Im Zentrum steht die Schaffung von virtuellen und geistigen Räumen, die von dem Lernenden erschlossen werden. In diesen Räumen geht es darum, durch Interaktion einen beständigen Erkenntnisgewinn zu erlangen – sprich, handlungsorientiertes Lernen. Diese „Erkenntnisreise“ wird in jedem virtuellen Raum dokumentiert, so dass dem Lernenden angezeigt wird, welche Bereiche er sich bereits erschlossen hat. Ideal ist die Anzeige einer Art von grafischem „Puzzle“, das sich im Laufe der Zeit quantitativ vervollständigt und auch die qualitative Verständnisebene des Lernenden anzeigt.

WICHTIG:
Die in unserem 2. Teil „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ aufgezeigten Elemente werden ebenfalls in diesen Räumen an den entsprechenden Stellen implementiert.

 

 

1. Oberste Ebene: Lernräume

Auf der obersten Ebene erschließen sich Schüler die bereits erwähnten „Lernräume“. Diese Räume haben die Funktion, dem Lernenden Transparenz zu bieten und Zusammenhänge aufzuzeigen. Derartige Räume können kurzfristig in bestehenden oder zu schaffenden Systemen / Plattformen eingerichtet und genutzt werden. Langfristig sollten diese Räume mit etablierten Gaming-Analogien (Gamification) ausgestattet werden.
Das Anreizsystem von Adventure Games (https://de.wikipedia.org/wiki/Adventure) hat sich langjährig entwickelt und bewiesen und wird einfach auf den Lernbereich übertragen. Um Missverständnisse zu vermeiden: es geht darum, Analogien und Anreizsysteme aus dem Gaming zu übernehmen – und nicht darum, Lernportale als reine Lernspiele zu entwickeln.

Es ist gut und wichtig, hier von Räumen zu sprechen, die sich der Lernende erschließen soll. Nach dem Motto „gehe hinein und entdecke, was dort alles enthalten ist“. Somit kann der Lernende seinen Interessen und Neigungen nachgehen. Durch die parallel immer weitere „Vervollständigung der Raumerkundung“ wächst die Motivation, sich einen Raum auch ganz und vor allem gut zu erschließen. Wobei gut heißt: maximaler Lerneffekt. Hierbei entsteht bzw. wächst auch das Verlangen, sich wirklich gut in einem Raum auszukennen. Das bringt in der Folge einen geringeren Lernverlust mit sich, durch Motivation, Neugier, Anreiz und idealerweise auch Spaß. Auch hier nutzen wir wieder die Analogie eines Adventure Games Prinzips: man muss sich aufmerksam durch alle Szenen (Räume) hindurchbewegen und muss alles Wichtige „einsammeln“, um das Abenteuer (möglichst gut = gute Note) zu bestehen. Ebenfalls als Gaming-Analogie gibt es auch auf unserer idealen Lernplattform Prüfungen und Wettbewerbe, die man als Lernender bestehen muss, um weiterzukommen oder ein hohen „Score“ (= gute Note) zu bekommen.

Diese Art von Lernen folgt einem ständigen Auf und Ab: etwas Neues wird ergründet, findet Eingang, wird tiefergehender erschlossen, verfestigt sich und wird abschließend verifiziert. Die erschlossenen und abgearbeiteten Inhalte und Aufgaben werden parallel im System / Plattform dokumentiert, um den Lernfortschritt – analog zum Spielerfolg – abzubilden.

Praktische Umsetzung
Diese Raum-Analogie kann jetzt sofort via DropBox, Box.net, Google Drive, OneDrive, OneNote, Evernote, o.ä. umgesetzt werden. Ein Lernportal (LMS) ist nicht die Voraussetzung – wird aber im weiteren Verlauf notwendig sein, um zukunftsfähig zu werden. Wichtig am Anfang ist, ein paralleles Dokumentieren (loggen) der Erkenntnisreise (s.o.), um dem Lernenden und dem Lehrer / Dozenten den Lernfortschritt plakativ aufzuzeigen. Hierbei kann anfänglich mit Checklisten via Dropbox Paper, Google Forms, Microsoft Forms oder ähnlichen Anwendungen gearbeitet werden, indem der Lernende einfach Erledigtes abhakt und somit Transparenz für sich und den Lehrer / Dozenten erzeugt.

In der späteren finalen Lösung sollte das Feedback automatisch und über die Vervollständigung einer visuellen Darstellung erfolgen. Vom Prinzip her wie in unserer obigen Puzzle-Analogie, in Verbindung mit Punkten – bzw. einem sogenannten „Scoring“ bzw. „Ranking“. Hierbei können Schüler ggf. sehen, wie weit „Mitschüler“ im direkten Vergleich in den einzelnen Räumen unterwegs sind. Zumindest sollte der Vergleich in einer Übersicht möglich sein, um zu sehen, wie weit andere „Mitschüler“ sind. Die Idee hierbei ist Kooperation und nicht Konkurrenz, denn es soll ein Anreiz zur gegenseitigen Hilfe untereinander geschaffen werden. Nach dem Motto: „Sag mal, wie hast Du das denn gemacht?“ – was gegenseitig funktioniert, da der eine Schüler hier besser bzw. weiter ist und umgekehrt.

 

2. Anleitungsebene: Beschreibung

Auf der Anleitungsebene werden existierende Inhalte und Räume über Anleitungen miteinander verknüpft. Anleitungen sind im Kern Lerninstruktionen und Anwendungsbeispiele für die jeweiligen Räume. Diese können ebenfalls durch die oben aufgezeigten Systeme realisiert werden. So ist es zum Beispiel bei Dropbox möglich, einfache Ordnerbeschreibungen zu erstellen.

 

3. Inhalte-Ebene: Lehrmaterialien

Die Inhalte-Ebene ist als das vorhandene analoge oder digitale Lehrmaterial des Lehrers bzw. der Bildungseinrichtung zu verstehen: dieses kann direkt eingebunden werden, da es bereits vorliegt – basierend auf dem jeweiligen Lehrplan.
Lehrmittel-Anbietern und bestehenden unabhängigen Lernplattformen sollte ein direkter Zugang gegeben werden, um Inhalte entsprechend einzuspeisen bzw. zur Verfügung zu stellen, da die meisten Lehrer hier bereits ihr Material beziehen.
Sofern keine eigenen Lernvideos vorhanden sind, ließe sich auch über Kooperationen mit bereits erfolgreichen Lernvideo-Portalen (z.B. LearnAttack des Duden) und YouTube-Lehrern nachdenken, um deren Videos mit einzubinden. Warum nicht eine werbefreie und kostenlose Streaming-Plattform für Lernvideos aufbauen, die von deutschen Schulen gemeinsam betrieben wird?! Dieses würde auch die Chancengleichheit besser wahren – siehe unten.
Weitere Ideen zur Erweiterung des Schul- und Bildungsbereiches finden sich auch in Teil 4, den wir kurzfristig veröffentlichen (wahrscheinlich ist dieser zum Zeitpunkt des Lesens bereits veröffentlicht – siehe Gesamtübersicht unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“.

 

4. Wissensebene: Fachwissen

Die Wissensebene definiert das Wissen in den Köpfen der Lehrer / Dozenten, das noch nicht in die Inhalte-Ebene eingebunden wurde. Dieses Wissen muss vor dem Hintergrund der hier aufgezeigten Struktur aufbereitet und eingebunden werden:

  • Texte
  • Videos
  • Checklisten
  • Formulare
  • Grafiken / Bilder

 

Ergänzend zu unserer oben beschriebenen „Blaupause“ haben wir die nachstehenden weiterführenden Ideen entwickelt.

 

Der gute alte neue Klassenraum

Die alt hergebrachte Art zu lernen darf natürlich nicht vergessen werden, will man ein ganzheitliches Lernen ermöglichen – zumal ein rein digitales Lernen nicht ausreichend ist. Für die Zukunft gilt es, physisch-digitale Hybrid-Lernsysteme (weiter) zu entwickeln. Bereits jetzt wäre es ein Leichtes für Schulen und Bildungseinrichtungen, die gewohnten Lerneinheiten / Workshops aus den physischen Klassenräumen LIVE zu übertragen (Streaming), um Lernende zu Hause am Unterricht problemlos teilhaben lassen zu können. Wer nicht live dabei sein kann, arbeitet die Aufzeichnung durch, die sich auch wunderbar zur Wiederauffrischung und zum digitalen Nachschlagen eignet. Auch die Chancengleichheit ließe sich hierdurch besser wahren – siehe hierzu auch unten „Chancengleichheit“.

Wichtig bleibt nach wie vor die Möglichkeit des sozialen Austausches, wie zum Beispiel das gute alte Pausentreffen auf dem Schulhof oder online via Social Meetings zwischen den Schülern. Letzteres wäre sogar überregional, länderübergreifend und international möglich – siehe hierzu auch die Idee von „Sprachtandem mit Muttersprachlern“ in unserem 2. Teil. Diese Idee ließe sich auch auf andere Fächer / Fachbereiche ausdehnen, um schon früh global miteinander zu lernen / arbeiten.

 

Lehrer 2.0

Ein Lehrer wird auf Basis der anzustrebenden idealen Lernplattform mehr zu einem Helfer für viele Kinder / Schüler statt nur einer Klasse. Er entwickelt eine persönliche Verbindung und fungiert mehr wie ein Mentor bzw. eine Vertrauensperson, um z.B. die persönliche Entwicklung zu begleiten und zu besprechen.

Viele tolle und engagierte Lehrer, die sich fantastisch mit digitalem Lernen auskennen und gleichzeitig die Kinder gesamtheitlich und individuell betreuen, gilt es zu identifizieren und als „Mavens“ (innovativer Experte) aufzubauen. Das Ziel ist, allen Lehrern in den „digitalen Sattel“ zu helfen. Somit könnte die vorhandene Kompetenz bereits zeitnah genutzt werden, um die gesamte Lehrerschaft auf ein gehobenes Niveau zu bringen. Und es macht mehr als Sinn, die Menschen zu engagieren, die bereits im Schuldienst sind.

Man braucht nach der Krise keine externen Berater, für die der Staat viel Geld ausgeben muss und die zwangsläufig an der Praxis vorbei arbeiten würden – außer sie stammen ebenfalls aus dem aktiven(!) Bildungsbetrieb. Deutlich sinnvoller ist, die aktuell selbst erlebten Erfahrungen bereits jetzt schon anzuwenden und hieraus die weiterührenden und zukünftigen Ausbildungsprogramme zu entwickeln. Hierbei muss der Fokus auf den aktuellen Erfahrungswerten bleiben und darf nicht zu theorie- und forschungslastig werden. Das würde diesen Prozess zu sehr in die Länge ziehen und mangels Praxisnähe auf zu geringe Akzeptanz stoßen und scheitern.

Eine hierüber hinaus gehende Idee ist, Lehrerinnen und Lehrern eine Art „Internet- & Digital Führerschein“ anzubieten. Dies würde ihnen den Druck nehmen, sich privat das benötigte Wissen aneignen zu müssen. Zudem gäbe es eine Transparenz bezüglich des aktuellen Fähigkeitsgrades jedes Lehrers. Dieser Führerschein sollte in einem gewissen Turnus (z.B. jährlich) erneuert bzw. erweitert werden.
Die Aufgaben für den Test zur Erlangung des Führerscheines sind zentral zu erstellen und gelten für die gesamte Lehrerschaft in Deutschland. Man könnte sogar einen EU-Führerschein einführen, der für alle Länder gilt bzw. in jedem Land erforderlich ist, um überhaupt weiter unterrichten zu dürfen. Die Prüfungen können online erfolgen.

 

Chancengleichheit

Schwierig wird es, wenn Schüler keine entsprechenden Geräte oder Internet zu Hause haben – bzw. keine ruhige Lernumgebung in ihrer Großfamilie. Hier würden wieder die Schwächsten benachteiligt werden. Der Staat müsste die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen, damit alle betroffenen Schüler zu Hause oder in entsprechenden Einrichtungen lernen können.

Alternativ oder ergänzend können Lernräume für digitales Lernen geschaffen werden. Angesiedelt werden können diese nachmittags in den Schulen oder in lokale Lernräume für Schüler aus der nächsten Umgebung. Diese gilt es auszustatten mit Internetzugang, Workstations für sozial schwache Familien und mit optionalen Betreuungsangeboten. Warum hier nicht eine der Allianz führender und innovativer IT Unternehmen schaffen, die eine breite Auswahl von Geräten, Software, Anwendungen und Plattformen in neuartigen „Learn-Hubs“ (Neudeutsch für Lernräume ;-) bereitstellen. Holt man die Industrie noch mit ins Boot, gibt es in Zukunft keinen Grund mehr sich über schlechten Nachwuchs zu beklagen. In der Übergangszeit oder gar dauerhaft, könnten Firmen auch ungenutzte Arbeitsplätze zur Verfügung stellen oder „Lernpatenschaften“ übernehmen.

 

Lernen lernen

Die aktuelle Situation bietet eine weitere Chance, die genutzt werden sollte. Im Rahmen neuer und innovativer Inhalte sollten auch neueste Erkenntnisse das Lernen zu Lernen mit einfließen.

Hierzu haben wir weitere hochinteressante Denkansätze entwickelt, die wir in einem extra Papier „Lernen Lernen“ aufbereitet haben, das auf Nachfrage zur Verfügung steht.

Der zentrale Bestandteil des Papiers ist das Gehirn in seinen wesentlichen Lernprozessen und wie diese maximal hervorgerufen und nachhaltig gestaltet werden.

Hierbei finden die relevanten neurobiologischen Basisfunktionen in ihrer optimalen Anwendung ebenso ihre Betrachtung, wie auch hochmoderne Verfahren.

Wir beschreiben einen heute möglichen „Idealzustand”, der über ein “neurobiologisches Lern-Maximum“ realisierbar ist. Hierbei werden dem Lernenden jedweder Altersgruppe und Sozialisation quasi „Optimal-Zustände“ zugänglich gemacht. Dieses geschieht neben psychologischen Verfahren, auch durch eine richtungsweisende Anwendung von Neurofeedback – bis hin zu gehirnaktiven Frequenzen.

Wir beschreiben ebenso die optimale Gestaltung von Lernmitteln aus einer gesunden Kombination von rudimentären Methoden und den heutigen bzw. zukünftigen medialen Möglichkeiten.

Die hierfür erforderliche Struktur ist als ein Minimum zu verstehen, ohne strukturell die Realisation von Lernen zu überfrachten. Es gilt auf Basis unserer gewonnenen Erkenntnisse die entsprechenden Lernumgebungen für die unterschiedlichen Zielgruppen (Kinder, Erwachsene, etc.) zu konstruieren und sozial-gesellschaftliche Faktoren zu berücksichtigen.

Geistige Bewegung – im Sinne von handlungsorientiert gestalteten Lernsituationen – ist eine weitere zentrale Komponente, die wir definiert haben. Diese beinhaltet die folgenden aufeinander abgestimmten Elemente innerhalb eines jeweils spezifisch definierten Rahmens: Geistige Aktivität auf Basis von Neugier, Lust und dem vorgegebenen Lern-Repertoire. Gefolgt von Ruhephasen, Verinnerlichung und Selbstreflexion.

Das auf Basis unserer Daten definierte Modell sorgt für einen Gleichklang bzw. Gleichtakt von aufeinanderfolgenden FLOW und REST / EASE Phasen: Dem elektrisierenden Lernzustand / Umsetzungs-Flow-Zustand (rekursiv) und den entspannten „Ausruh-Phasen“. Diese sind eingebettet in das jeweils übergeordnete Zeitkonstrukt: z.B. ein Tagesablauf, basierend auf einem Monats- bzw. Wochenplan und im Detail ein Stundenplan mit zeitunabhängigen Blöcken.

Der „Lehrer“ ist für uns mehr jemand, der dafür verantwortlich ist, das Modell umzusetzen und einzuhalten – wie eine Art (Rollen-)Spielleiter.

Als weitere Punkte finden Betrachtung:

  • Der erforderliche Freiraum für das Denken und Gedanken.
  • Ein Nährboden aus gut aufbereitetem Lernstoff, eingebundene Lehrer- und Elternschaft und ein breites gesellschaftliches Verständnis – z.B. darüber, dass falsche Lernumgebungen und falsche Lernstile krank machen.
  • Klar umrissene Lerninhalte – auch durch gemeinsames Planen von Lehrern und Schülern (= höherer Akzeptanz).
  • Planen der richtigen Lernumgebung auf Basis aller in unserem Konzept definierten Komponenten bzw. aller gegenwärtig verfügbaren Mittel und Erkenntnisse.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Aufgaben können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen in der Krise außerhalb ihrer Kerntätigkeit übernehmen“.

4. Ideen für Schulen und Bildungseinrichtungen zu Aufgaben außerhalb ihrer Kerntätigkeit in der Krise

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Aufgaben können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen in der Krise außerhalb ihrer Kerntätigkeit übernehmen“.

 

Medienkompetenz erhöhen

Lehrer und Betreuer sollten, wo auch immer sich verfügbare Zeiteinheiten bieten, ein starkes Augenmerk auf den Ausbau von Medienkompetenz legen – für sich selbst und für die Schüler, um diesen auch auf Augenhöhe begegnen zu können.

 

Digitales Lernen forcieren

Darüber hinaus sollte unbedingt die Ausarbeitung bzw. Weiterentwicklung eines Konzeptes für das digitale Lernen forciert werden – eine mögliche Blaupause hierfür haben wir in unserem 3. Teil aufgezeigt. Gerade Lehrer sollten bei der Entwicklung einer Lernplattform einen wesentlichen Beitrag leisten, da sie tagtäglich „an der Front“ sind. In der jetzigen Phase können sie „live“ dabei unterstützen, ein solches Konzept zu entwickeln und umzusetzen.

 

Kommunikationswege festlegen

Eine Abstimmung mit den Eltern sollte auch in der jetzigen, noch weiter andauernden Phase, vorgenommen werden. Ziel ist herauszufinden, wie man im Team (Lehrer und Eltern) mit den Kindern am besten arbeiten kann:

  • Welche Unterstützung wollen Eltern beim Lernen zu Hause konkret.
  • Material zur Verfügung stellen und auf welchem Wege.
  • Eventuell „sichere“ Hausbesuche machen, wenn Eltern nicht klarkommen.
  • Videokonferenzen für die bestehenden Klassenverbände anbieten, damit Kinder sich weiterhin sozial austauschen können.

 

Gemeinsame Teams mit den Schulbehörden

Auch sollte eine engere Verzahnung zwischen den Schulbehörden und den Schulen und Lehrern erfolgen, um mehr Praxisnähe und einen besseren Austausch zu ermöglichen. Hier brauchen einfach nur kooperierende Teams zu konkreten Aufgaben gebildet werden, was technisch kein Problem darstellt – z.B. über Microsoft Teams oder ähnliche Lösungen. Nach der Krise sollte durch diese Teams eine Verbesserung des Schulsystems und Optimieren der Abläufe angestrebt werden.

 

Kooperation

Schulen können / sollten miteinander kooperieren, um gemeinsame Inhalte (Content-Pools) aufzubauen, damit nicht jede Schule die erforderlichen Inhalte selber erstellen, digitalisieren und einbinden muss. In diesem Zusammenhang sei auch an die möglichen direkten Kooperationen mit Anbietern von Schulbuchverlagen und Content-Plattform (Inhalte) erinnert, damit man bereits jetzt im Ansatz – und später verstärkt – Inhalte direkt über diese Partner einspeisen kann. Hierbei gilt es, die erforderlichen Lizenzen (ggf. Rechte und Gebühren) zu regeln. Darüber hinaus sollten sich Lehrer gleicher Fachrichtungen auf Online-Konferenzen inhaltlich abstimmen – ggf. auch dauerhafte Arbeitsgruppen (Teams) bilden.

Siehe auch:
3. Teil – Optimale Werkzeuge, Konzepte und Strukturen, welche die Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland aufbauen können, die auch über die Krise hinaus zukunftsträchtig sind | Punkt 3 – Inhalte-Ebene: Lehrmaterialien“.

 

Schüler: Seniorentelefonpartnerschaften

Schüler der 6. bis 8. Klassen könnten Seniorentelefonpartnerschaft übernehmen. An 2 – 3 Tagen die Woche könnten dann gemeinsame (Video)Telefonate erfolgen, um für beide Seiten Nähe zu erzeugen. Dieses würde den Stressfaktor bezüglich der Isolation senken, der sich negativ auf das Immunsystem auswirkt.

 

Schulkantinen und Caterer: Heimlieferung

Schulkantinen und Caterer könnten Heimlieferung anbieten, um Familien bzw. Eltern zu entlasten. Dieses würde helfen, Arbeitsplätze zu erhalten.

 

Datenverwaltung

Die verbleibende unterrichtsreduzierte Zeit könnte zum „Aufräumen“ und Neuorganisieren der technischen Infrastruktur genutzt werden.

 

Im Notfall: Räumlichkeiten

Schulen können im Notfall Räumlichkeiten zur Verfügung stellen – insbesondere Turnhallen. Diese könnten für mobile Krankenhäuser genutzt werden.

 

Bildungseinrichtungen

Bildungseinrichtungen können sich als Weiterbildungseinrichtungen in dieser Zeit etablieren und sollten diese Chance nutzen. Die neue Zielgruppe hierbei sind Eltern, um diese in der Unterrichtung von Kindern zu unterstützen bzw. diese zu flankieren – und zwar ähnlich dem „Nachhilfe-Prinzip“, was auch zu einem qualitativ besseren Markt für Nachhilfe führen würde.

Zur Umsetzung dieser Idee ließen sich die existierenden Online-Infrastrukturen innovativer Bildungseinrichtungen nutzen. Bildungsträger ohne eine solche Struktur können Lernthemen nach unserer Blaupause einer optimalen Lernplattform (siehe 3. Teil) aufbauen – anfänglich noch mit den erwähnten rudimentären Tools und später mit einer ausgereiften Online-Infrastruktur (LMS).

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie lange der möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland noch andauert“.

5. Möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie lange der möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland noch andauert“.

 

Eine langanhaltende Phase

Bei dem Zeitraum insgesamt handelt es sich um eine eher langanhaltende Phase, auf die man sich im Rahmen der Möglichkeiten eingestellt hat. Die Auswirkungen werden jedoch von längerer Dauer sein, da wir als Gesellschaft erst die anfängliche Phase hinter uns gebracht haben und wir nicht so schnell wieder zur vollständigen Normalität zurückkehren. Auch wenn ein absolut reduzierter Schulbetrieb bereits begonnen hat (Stand Mitte / Ende April 2020).

Im Kern könnte sich insgesamt um einen Zeitraum von 3 – 4 schwierigen Monaten handeln. Daher ist die Umsetzung der hier skizzierten neuen Ideen so schnell als möglich erforderlich.

Im Laufe der Zeit stellen sich alle Beteiligten so gut es geht auf die Situation ein. Daher ist es für den Schul- und Bildungsbereich wichtig, die erforderlichen Routinen im Rahmen des digitalen Lernens zu etablieren und auf Dauer weiterzuentwickeln – wie hier aufgezeigt.

Eine erste Besserung tritt ein, wenn der Großteil aller gegenwärtigen Einschränkungen aufgehoben ist.

 

Höhepunkt erst im Mai

Die Auswirkungen könnten sich noch bis zum Ende des Jahres zeigen, wobei der Gipfel bis Ende Mai überschritten sein könnte: Die Epidemie erreicht ggf. sogar im Mai erst ihren Höhepunkt und flacht dann erst relativ schnell wieder ab.

 

Besserung ab Ende Juni

Ab Ende Juni würde dann eine deutliche Besserung der allgemeinen Situation eintreten (bzgl. der Pandemie). Die intensiveren Auswirkungen könnten noch bis in den Sommer – August / September – spürbar sein.

In anderen Worten, es könnte länger dauern als geplant, da der Höhepunkt noch nicht überschritten wurde. Möglicherweise bleiben die Schulen noch bis nach den Sommerferien für den Regelbetrieb geschlossen.

 

Ausklingen

Danach flacht die Kurve langsam ab und der Regelbetrieb kommt verstärkt zurück. In Kombination mit dem parallel erforderlichen digitalen Lernen kann durchaus Zeitraum von insgesamt 8 – 9 Monaten erreicht werden, mit weiteren Chancen für das digitale Lernen durch die neuen Ideen, Innovationen und Möglichkeiten.

 

Wellenförmiger Verlauf

Wir haben es ggf. mit einem wellenförmigen Verlauf zu tun. Die Auswirkungen können über unsere beschriebenen Maßnahmen deutlich reduziert werden. Möglicherweise haben wir im Herbst noch einmal eine neue Welle von Infektionen.

 

Schulbesuch in Ausnahmefällen

In Fällen von existenzieller Bedrohung, sollte es für Eltern möglich sein, ihre Kinder mit einer Einverständniserklärung, ab Ende April / Anfang Mail wieder in die Schulen zu geben. Voraussetzung sollte sein, dass die Kinder nicht zur Risikogruppe gehören und auch nicht Familienangehörige aus Risikogruppen in ihrem direkten Umfeld haben.

Ein weiterer Grund sollte das Abwenden von psychischen Schäden von Kindern sein, wenn dieser droht zu groß zu werden. Der Schaden entsteht in den meisten Fällen wahrscheinlich durch eine gefühlte Kontaktarmut, multipliziert mit einem gestörten Nähe-Distanzverhältnis zwischen Kind und Eltern.

 

Normalität?

Der Zeitpunkt bis Normalität herrscht, wird in vielen Fällen einige Wochen über das etappenweise Wiedereröffnen der Schulen hinausgehen. Dieses ist je Schule individuell ausgeprägt, was daran liegt, dass Schulen bzw. Lehrer ihre Schüler unterschiedlich mit Inhalten versorgen. Digitale Aufgabenblätter können beispielsweise zeitnah kontrolliert, besprochen und verbessert werden. An Schulen, wo die Versorgung analog oder über das blosse Versenden von nicht editierbaren (gescannten) PDFs erfolgt, ist eine Leistungskontrolle nachgelagert.

Sofern Ergebnisse nicht laufend eingeschickt werden können, wird eine Kontrolle sogar erst möglich sein, wenn die Schulen wiedereröffnen. Diese Lehrer werden somit lange beschäftigt sein, sich mit alten Themen zu befassen – sofern sie dieses überhaupt tun. Leider haben diese Themen zu dem Zeitpunkt keinen wirklichen Wert mehr, da die Themen bereits vor mehreren Wochen bearbeitet wurden. Dieses Problem gilt insbesodere für Grundschulen.

 

Die Epidemie ist möglicherweise der Anstoß zu einer kompletten Erneuerung des bestehende (weltweiten) Schulsystems

Der Auslöser hierfür ist wahrscheinlich, dass Eltern sich in dieser Zeit verstärkt mit den Lehrinhalten ihrer Kinder auseinandersetzen. Darüber hinaus steigen die Ansprüche der Eltern mit dem Andauern der Krise. Gleiches gilt für das Verständnis der Eltern, was ihre Kinder in den Schulen lernen – oder auch nicht.

Als mögliches Szenario wird das bisherige Schulsystem auf lange Sicht nur noch übergangsweise eine Berechtigung haben, hauptsächlich um die Schüler zu betreuen. Die Entwicklung geht hin zu einem freien, dynamischen und digital flankierten Lernsystem.

Diese Erneuerung des Schulsystems ist ein längerer Prozess, der sich mindestens über die nächsten 5 Jahre ziehen wird.

Eine kritische Phase gibt es nach Abklingen der Epedemie wahrscheinlich nicht, da sich das Schulsystem im Prinzip dabei ist neu zu erfinden – bzw. den digitalen Raum und freies Lernen durch jetzt gemachte Erfahrungen zu erobern.

Der Übergang vom klassischen zum neuen Schulsystem wird wohl in mehreren Wellen erfolgen, um die Schüler und Einrichtungen nicht zu überfordern.

 

Universitäten

Universitäten werden sich in Zukunft verstärkt auf praktische Anwendungen, Versuche und Forschung konzentrieren. Die Vermittlung der bisherigen Inhalte (Vorlesungen) erfolgt in Zukunft verstärkt über geeignete Lehrplattformen.

 

Bildungseinrichtungen

In Bildungseinrichtungen muss von Fall zu Fall entschieden werden, wie und wann diese den Betrieb wieder aufnehmen, da einige Bildungsträger mit Risikogruppen konfrontiert werden und manche selten bis gar nicht.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Rolle bzw. Funktion können Lern- und Publikationsplattformen im Kontext dieses Projektes einnehmen“.

7. Helfende Ideen und neue Geschäftsfelder für Flugzeughersteller, die auch über die Krise hinaus lukrativ sind

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welches sind die gegenwärtig noch helfenden, fehlenden Ideen (im Sinne von Sofortmaßnahmen) – und möglichen neuen Geschäftsfelder für Flugzeughersteller, die auch über die Krise hinaus lukrativ sind?“

In Zeiten wie diesen wird deutlich, wie sehr sowohl die Luftfahrtgesellschaften als auch die Flugzeughersteller voneinander abhängig sind. Es scheint deshalb nur logisch, wenn diese weiterhin gemeinsam an mögliche Lösungen und Neuerungen für die Branche arbeiten und mögliche Risiken untereinander aufteilen.

Es verfestigt sich der Eindruck, dass in der Branche grundlegende technologische als auch strukturelle Änderungen anstehen. Der Trend zu kleineren und umweltfreundlicheren Flugzeugen ist hierbei nur ein wesentliches Element.

Es würde uns sehr wundern, wenn bei den Flugzeugherstellern nicht bereits weitere geeignete Ideen in den Schubladen liegen, welche jetzt gewinnbringend für alle Beteiligten genutzt werden können.

Als gegenwärtige Sofortmaßnahme seitens der Flugzeughersteller verspricht aktuell eine zeitnahe Entwicklung von modular Schutzkonzepten für die Flugzeugkabine dankbare Abnehmer bei den Fluggesellschaften. Dabei reicht die Komplexität der Konzepte von einfachen Atemschutzmasken, über Trennscheiben zwischen den Sitzen, bis hin zu vollständigen Raumteilern für die Kabine, welche einen sicheren Transport in kleinen Gruppen, insbesondere auch von Fluggästen der Risikogruppen, ermöglichen.

Der modulare Aufbau ermöglicht eine einfache und schnelle Anpassung der Schutzkonzepte gemäß der Hygienestandards/-richtlinien der entsprechenden Reiseländer. Diese Schutzkonzepte sollen den Passagieren eine maximale Sicherheit bzgl. der eigenen Gesundheit bei gleichzeitiger Gewährleistung eines maximalen Passagierkomforts ermöglichen.

Boarding 2.0

Die Einführung Innovativer Boarding-Konzepte seitens der Fluggesellschaften haben wir bereits im Abschnitt Optimum vorgestellt. Langfristige Lösung der Flugzeughersteller sehen eine Unterstützung des Boardingvorganges durch eine entsprechend aufgebaute Kabinenstruktur vor.

Dies kann zum Beispiel durch austauschbare Passagierkabinen realisiert werden. Diese werden, ähnlich wie bei heutigen Frachtflugzeugen, auf Plattformen mit den bereits eingestiegenen Passagieren in das bereitgestellte Flugzeug befördert. Der gesamte Boardingprozess findet in diesem Fall außerhalb des Flugzeuges statt.

Hierdurch kann ein hohes Maß an Sicherheit der Fluggäste gewährleistet, die Warte- und Kontaktzeiten für die Passagiere verkürzt und für die Fluggesellschaften kürzerer Turnaround-Zeiten erreicht werden.

Der modulare Aufbau dieser Kabinenkonzepte ermöglicht zudem eine optimale Anpassung an die jeweilige Auslastungssituation und eine flexible Konfiguration der unterschiedlichen Reiseklassen.

Kleinere Flugzeuge im Trend

Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Großraum-Passagierflugzeugen, besonders jenen mit vier Triebwerken, stark zurückgegangen. Airbus hat Anfang 2019 die Einstellung seines A380 Programmes bekannt gegeben. Auch der Konkurrent Boeing hatte bereits zuvor die Produktion der Passagiervariante seines B747 Programmes eingestellt.

Nicht erst durch die Corona-Krise – dafür jetzt aber umso mehr – gibt es in der Luftfahrt wieder den Trend hin zu kleineren Flugzeugen. Diesen Markt können die Flugzeughersteller sobald wie möglich durch umweltfreundlichere Flugzeuge mit geringen oder im besten Falle sogar gar keinen Schadstoffemissionen ergänzen. Der kleinere Maßstab dieser Flugzeuge erleichtert außerdem die zeitnahe Einführung von neuen Antriebskonzepten, welche auf erneuerbaren Energien basieren.

Diese Flugzeugkategorie kann primär auf Kurzstreckenflügen in geringeren Flughöhen optimal operieren. Wie im Abschnitt Sofortmaßnahmen beschreiben, werden zukünftig sehr wahrscheinlich wieder verstärkt Punkt-zu-Punkt Verbindung von den Fluggästen nachgefragt werden. Dabei können die regionalen Flughäfen (siehe Sofortmaßnahmen) eine erneute Konjunktur erfahren.

Mit der Einführung umweltfreundlicherer Flugzeugkonzepte bei den Herstellern sollte unbedingt auch ein völlig futuristisches Flugzeug- und Kabinendesign einhergehen, welches diese gravierenden Innovationen auch für die Flugästen unmittelbar spürbar werden lässt.

In Anbetracht der technologischen Herausforderungen, welche diese neuen Flugzeugkonzepte an die Flugzeughersteller stellen, sollte unbedingt auch darauf geachtet werden, die Time-to-Market im Vergleich zu den herkömmlichen Flugzeugprogrammen nach Möglichkeit deutlich zu verringern. Hierfür ist es wichtig, dass die Herstellerbetriebe ihre Entwicklungen Hand in Hand mit den Luftfahrtgesellschaften voranbringen.

Zukunftsvisionen

Aus den von NEURONprocessing bisher beschriebenen Ideen wird ersichtlich, dass es für die Fluggesellschaften und insbesondere für die Flugzeughersteller nicht primär darum geht, zum gewohnten Zustand vor der Krise zurückzukehren. Vielmehr kann die aktuelle Krise den Herstellern im Entwicklungsbereich neue Möglichkeiten eröffnen, deren Einführung am Markt bis jetzt noch undenkbar bzw. nicht lohnenswert erschien.

Um auf die optimale Entwicklungslinie zu gelangen, scheinen grundlegende Veränderungen bei den Herstellerbetrieben und ihrer Zuliefererketten unumgänglich. Die weltweiten Zuliefererketten können auf dem Weg zum Optimum ihre bisherigen Erfahrungen und Infrastrukturen optimal für die Fertigung der neuen Flugzeugkomponenten nutzen und diese auch in einem internationalen Netzwerk zur Verfügung stellen.

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welches sind die gegenwärtig noch helfenden, fehlenden Ideen (im Sinne von Sofortmaßnahmen) – und möglichen neuen Geschäftsfelder für Flughafenbetreiber, die auch über die Krise hinaus lukrativ sind?“.

8. Helfende Ideen und neue Geschäftsfelder für Flughafenbetreiber, die über die Krise hinaus lukrativ sind

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welches sind die gegenwärtig noch helfenden, fehlenden Ideen (im Sinne von Sofortmaßnahmen) – und möglichen neuen Geschäftsfelder für Flughafenbetreiber, die auch über die Krise hinaus lukrativ sind?“.

Grundsätzlich müssen die Flughafenbetreiber die allgemein gültigen Hygiene- und Sicherheitsstandards in Bezug auf die Pandemie adaptieren, wie sie bereits in anderen Gesellschaftsbereichen umgesetzt werden. Dabei können die Flughäfen, wie wir es auch für die Airlines (Vom Verbreiter zum Verhinderer unter Punkt 6. Meilensteine) vorgesehen haben, eine Vorreiterrolle einnehmen und zukünftige Standards mitgestalten oder sogar vorwegnehmen.

Darüber hinaus bedarf es für die Flughafenbetreiber derzeit keiner weiteren essentiellen Sofortmaßnahmen. Die „freigewordene Zeit“ kann an den Flughäfen ideal für größere Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen genutzt werden, welche sonst aufwendig während des Flugbetriebes oder in den knapp bemessenen Ruhezeiten organisiert werden müssen. Es lohnt sich für die Betreiber, diese jetzt vorzuziehen, um einen störungsfreien Anlauf des Flugbetriebes nach der Krise zu gewährleisten.

Langfristig kann es sich für die Flughafenbetreiber lohnen, ihre bereits bestehenden Erlebnis- und Shoppingangebote für die Fluggäste und Flughafenbesucher, um jene aus dem Bildungs- und Gesundheitsbereich zu erweitern.

Futuristisches Ambiente

Wie wir bereits im Abschnitt Futuristisches Ambiente unter Punkt 4. Optimum beschrieben haben, sollte unbedingt auch an den Flughäfen die Idee des Futurismus adaptiert und der zugrundeliegende Umweltgedanke für die Besucher klar ersichtlich und vor allem erlebbar sein.

Hierzu können die Flughafenbetreiber spezifische Themen- und Erlebniswelten schaffen, so dass die Flughäfen neben dem bisherigen Unterhaltungs- auch einen Informationswert (Infotainment) zu bieten haben. In entsprechenden Kinos oder interaktiven Medieninstallationen können die Flughafenbesucher bereits heute die umweltorientierten Zukunftsvisionen der Luftfahrt von Morgen erleben und sich kontinuierlich über deren Fortschritt informieren.

Wichtig für den langfristigen Erfolg dieser Attraktionen und Erlebniswelten ist in diesem Zusammenhang die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen an einem bestimmten Flughafen. Dies kann potentielle Fluggäste dazu bewegen, bevorzugt diesen Flughafen als Starpunkt und Umsteigemöglichkeit für ihre zukünftigen Reisen zu berücksichtigen.

Unterstützung bei der Planung können sie sich bei den etablierten Freizeit- und Erlebnisparks holen und dabei von deren großen Erfahrungsschatz profitieren. Denkbar sind hier auch langfristige Partnerschaften mit den bestehenden Parkbetreibern.

Maßgeblich geht es bei dieser Idee für die Flughafenbetreiber darum, Vorreiter zu werden und den globalen Wandel hin zu einer umweltfreundlichen Gesellschaft abzubilden und zu propagieren. Auch hier sind wiederum Partnerschaften mit in diesem Bereich bereits engagierten Infotainment-Partnern denkbar.

Medizinische Zentren an den Hubs

Die Flughäfen können weiterhin zu medizinischen Zentren ausgebaut werden, wie es sie an einigen großen Flughäfen bereits gibt. Diese Zentren bieten lukrative und hochwertige Gesundheitsangebote für die Fluggäste und Flughafenbesucher an. Der Fluggast kann hierbei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und beispielsweise den anstehenden Zahnarztbesuch mit dem nächsten Flug verbinden.

Die Implementierung solcher medizinischen Einrichtungen wird dadurch erleichtert, dass an den Flughäfen bereits ähnlich hohe Sicherheits- und Hygienestandards wie in Krankenhäusern vorhanden sind.

Ebenfalls denkbar ist in diesem Szenario die Einrichtung spezieller medizinischer Schwerpunktzentren an den großen Luftfahrt-Drehkreuzen (z.B. für komplexe Operationen, welche einen hohen Technologisierungsgrad voraussetzen). Potentielle Patienten könnten so für ihre Behandlung zum nächsten geeigneten größeren Flughafen fliegen, um dort ohne weitere Reisewege bestmöglich versorgt zu werden. Diese Idee ist besonders für die gesundheitliche Versorgung in Schwellen- und Entwicklungsländer interessant, in denen die medizinische Infrastruktur noch nicht hinreichend entwickelt ist.

Ein zusätzlicher Vorteil dieser Zentren würde darin bestehen, dass Passagiere mit dringenden und pandemieverdächtigen Krankheitsbildern bereits bei ihrer Ankunft am Zielflughafen untersucht werden können, ohne die Sicherheitsschleusen des Flughafens zu verlassen.

Des Weiteren können die Flughäfen ihren Fluggästen entsprechende Gesundheits-Deals zusammen mit den Fluggesellschaften anbieten (z.B. Ermäßigungen auf Behandlungen oder Bezahlung per Flugmeilen).

Service-Angebote

Für die Flughäfen lohnt es sich auch, ihre Service-Angebote kontinuierlich zu erweitern. Neben den bereits bestehende Park- und Instandhaltungs-Services für PKWs können auch Lebensmittel- und Einkaufsdienste angeboten werden.

Dabei können die Fluggäste noch bis kurz vor der Landung online ihre gewünschten Produkte auswählen, die ihnen dann im Gepäckausgabebereich bei ihrer Ankunft zur Abholung bereitgestellt werden. Dieses Konzept umfasst alle am Flughafen ansässigen Händler, welche ihre Waren zusätzlich über diesen Service anbieten möchten und auch die Gastronomie mit entsprechenden Takeaway-Produkten. Für die ansässigen Händler bedeutet dieser Service eine zusätzliche Einnahmequelle. Die Fluggäste profitieren davon, sich nach einer langen Flugreise oder einem stressigen Arbeitstag wertvolle Freizeit für diese Einkäufe zu ersparen.

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Gibt es markante Unterschiede bei der Anwendung der entwickelten Ideen im internationalen Vergleich?„.

9. Internationale Anwendung neuartiger und innovativer Ideen für die Luftfahrt und Airlines über die Krise hinaus

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Gibt es markante Unterschiede bei der Anwendung der entwickelten Ideen im internationalen Vergleich?“.

 

Die von NEURONprocessing in diesem Projekt entwickelten Ideen sind grundsätzlich weltweit umsetzbar. Bei Bedarf können unsere Ideen länderspezifischen Gegebenheiten und Regularien innerhalb kürzester Zeit angepasst werden.

Dies liegt zum einen am internationalen Charakter der Luftfahrt, welche eine global aufgestellte und hoch vernetzt Branche ist. Zum anderen ist dies aber vor allem das Resultat der verwendeten NEURONprocessor Software zur Ideenentwicklung, welche stets optimale Ergebnisse bei jeglicher Art von Ideenentwicklung garantiert.

 

Globale Zusammenschlüsse

Bei den im Optimum beschriebenen möglichen Fusionen und Allianzen von großen, etablierten Fluggesellschaften mit kleineren Wettbewerbspartnern, ist es wichtig darauf zu achten, dass die vorherrschenden Sicherheitsstandards unbedingt an die der Mutter- bzw. Partnergesellschaft angepasst werden.

Dies gilt insbesondere, wenn potentielle Tochter- bzw. Partnerunternehmen aus Schwellen- und Entwicklungsländern stammen. Diese Länder können langfristig von Kooperationen mit den etablierten Airlines profitieren und es kann in diesem Zusammenhang zu einer stetigen Verbesserung der lokalen Flugverkehrsinfrastruktur kommen.

Globale Auswirkung pandemiebedingter Reisebeschränkungen

Eine Lockerung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen vollzieht sich voraussichtlich schrittweise über den gesamten Globus. Sie beginnt bei den großen Flugverkehrs-Drehkreuzen (Hubs), die bereits ausreichend für die entsprechenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen gesorgt haben bzw. sich aufgrund ihrer vorhandenen Infrastruktur einfach darauf einstellen können.

Nach und nach werden auch die regionalen Flughäfen folgen und sich dabei hauptsächlich an den Konzepten der großen Hubs orientieren. Möglicherweise überraschen aber gerade einige Regionalflughäfen mit einfacheren bzw. schlankeren Konzepten.

Speziell in der Anfangsphase bis in das Jahr 2021 hinein wird es darauf ankommen, wie hoch die Infektionszahlen einer für die Gesellschaft bedrohlichen Krankheit in dem jeweiligen Reiseland aktuell sein werden. Demnach richten sich zukünftig die zu treffenden Vorkehrungsmaßnahmen der Fluggesellschaften, um überhaupt Fluggäste in und aus diesen Ländern transportieren zu können.

Es werden sich spezielle Fluggesellschaften am Markt etablieren, die besonders gut diese gesundheitskritischen Länder bedienen können. Dies gelingt ihnen u.a. in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden und den am Flughafen ansässigen bzw. integrierten medizinischen Einrichtungen, wie wir sie unter den neuen lukrativen Geschäftsfeldern für Flughafenbetreiber beschrieben haben.

 

Dieses ist der letzte Punkt in unserem Projekt „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“. Im nächsten Schritt werden wir zu den bestehenden Punkten weitere Ideen einbringen und bestehende vertiefen“.

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ElektroMobilität in die Zukunft gedacht, um diese von der Gegenwart aus richtig zu entwickeln.

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Hallo bei Ideas For Future TV – der Sendung für alle, die an neuartigen & machbaren Ideen für unsere ganzheitliche und kollektive Zukunft interessiert sind. Wir nutzen für unsere Ideen- und Strategieentwicklungen eine selbstentwickelte Software, die uns in einen optimalen mentalen Zustand hierfür bringt – so das wir Euch immer frische Gedankenware liefern … Also – los geht´s …

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Hallo bei Ideas For Future TV – der Sendung für alle, die an neuartigen & machbaren Ideen für unsere ganzheitliche und kollektive Zukunft interessiert sind.

Wir hatten jetzt eine kleine Pause bei unseren Sendungen, denn ich musste mich zwischenzeitlich intensiver um unser neues StartUp kümmern, das Ideation – also Ideenentwicklung betreibt – und über das wir auch die hier präsentierten Meilensteine zur ElektroMobilität der Zukunft entwickelt haben.

Jetzt habe ich wieder mehr Zeit mein persönliches Anliegen und somit für die nächsten Sendungen … und wir starten heute neu durch mit einer Doppelfolge.

Also – los geht´s …

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