Aktuelle Situation

1. Die aktuelle Situation der deutschen Taxibranche – in Bezug auf die Corona-Pandemie

Die aktuelle Corona-Krise trifft die Branche bereits in einem grundlegenden Wandel, den wir im Folgenden aufzeigen.

 

Einbußen und Existenzängste

Zum einen hat die Konkurrenz in den letzten Monaten bereits stark zugenommen. Zum anderen fällt die Corona Pandemie gegenwärtig immer stärker ins Gewicht. Beide Faktoren in Kombination verursachen einen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden innerhalb des Kerngeschäftes, den die Branche nur schwer eindämmen kann.

Sowohl die Fahrgäste als auch die Fahrer von Taxen, haben derzeit nachvollziehbare Ängste. Ein massiver Rückgang an Fahrgastzahlen – resultierend in größeren Umsatzeinbußen – hat bereits erste existenzielle Folgen und führt zu viel Frust und Unmut in der Branche. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • keine Touristen mehr
  • keine Konzerte mehr
  • abgesagte Messen
  • keine Dienstreisen: kaum Fahrten zum Flughafen oder Bahnhof
  • generelle Angst der Bevölkerung außer Haus zu gehen

In vielen Fällen greift vor allem bei kleinen Unternehmen bzw. Unternehmern die pure Existenzangst um sich. Aufgrund nicht vorhandener Rücklagen könnten wahrscheinlich viele Taxi-Kleinunternehmen binnen kürzester Zeit Insolvenz anmelden müssen, sofern keine Kompensation – anfänglich durch den Staat – geschaffen werden kann.

Der Einbruch des Geschäftes ist deutlich spürbar und wird sich auch noch über einen längeren Zeitraum ziehen – siehe 5..

Möglicherweise haben wir es mit einer stabileren Situation in den ländlichen Regionen zu tun, als in den Städten, durch die nicht bzw. kaum vorhandenen Alternativen in der Mobilität.

Etabliertes und situatives Denken

Die Branche selbst ist in ihrem Denken in den letzten Jahren und Monaten zu sehr auf die Bestandserhaltung fokussiert gewesen und hat sich zu wenig mit notwendigen Innovationen beschäftigt.

Es gibt kein übergeordnetes Gremium, das innerhalb der Branche zu koordinieren imstande ist. Jedes Unternehmen bzw. jeder Verbund verfolgt seine eigene Agenda, um sich so gut es geht Anteile am Markt zu sichern.

Insbesondere die Unsicherheit in Bezug auf die kommenden Wochen, sorgt derzeit für eine Art Schockstarre und lähmt die Handlungsfähigkeit für ein zukunftsorientiertes Denken der Branche. Hierdurch wird der Blick auf die durchaus existierenden Möglichkeiten versperrt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen – siehe weiter unten „Potential“.

So gibt es in Hamburg bereits positive Tendenzen, die unsere Aussagen belegen. Das lokale Taxigewerbe bietet seit dem 16.03.2020 einen Einkaufsservice für Risikogruppen an. Auch befinden sich erste – hier im weiteren Verlauf beschriebene – Kooperationen bereits im Aufbau und fangen die Umsatzeinbußen bereits etwas ab.

Dennoch ist die Wahrnehmung der Branche ist fast ausschließlich auf das aktuelle Problem gerichtet. Vorteilhaft wäre es, die Wahrnehmung bereits jetzt auch auf die gewünschte Zukunft zu lenken und darauf hinzuarbeiten – siehe 4..

Resultierendes Problem

Die aktuelle Krise und die Verharrungsstrategien der Branche in Kombination, sind nicht sehr förderlich für ein lösungsorientiertes Handeln. Die Situation lässt sich mit einem Supertanker vergleichen, der schwer und unflexibel ist – und gegenwärtig viele Informationen für eine Zukunftsstrategie benötigt.

Bis dato und auch gegenwärtig (s.o.) bestand wenig Kreativität hinsichtlich möglicher oder notwendiger Veränderungen. Neue Ideen von Mitbewerbern versucht(e) man zu verhindern – oder halbherzig zu kopieren.

Planen und Strategie

Die Branche muss jetzt um so mehr umdenken und sich an neuen, z.T. hier aufgezeigten Möglichkeiten orientieren. Dieses ist alternativlos, will man in Zukunft bestehen und die Krise als Chance nutzen.

Zu Ehrenrettung der Branche sollte gesagt werden, dass diese bereits einiges mehr in Planung hat, das im Außen bis dato noch nicht bekannt ist – und uns erst im Verlauf der Gesrpäche bezüglich unserer Ergebnisse offenbart wurde. Dieses hat die Anschlussfähigkeit unserer Ideen und Konzepte bestätigt, die wir als „Externe“ entwickelt haben – eine der Stärken unserer Art von optimaler Ideenentwicklung / Ideation.

Potential

Wie bereits angedeutet, ist ein gewisses Potential in der Branche vorhanden, um notwendige Veränderungen umzusetzen. Die ebenfalls beschriebenen massiven der Branche müssen nun überwunden werden, um die realisierbaren neuen Möglichkeiten nun schnellstmöglich umzusetzen.

In der Branche steckt mehr drin, als von außen auf den ersten Blick betrachtet.

Es besteht eine enorme Chance darin, dass das Taxigewerbe in der derzeitigen Krise neue Aufgaben wahrnehmen kann. Somit würde das Image der Branche aufgewertet und bekäme einen „innovativen Touch“ – siehe 3. und 4.. Das Taxigewerbe, als Unterstützer der Gesamtbevölkerung in einer massiven Krise, wird zu einer nachhaltigen Verbesserung ihres Images führen.

Nachfrage

Hervorzuheben ist, dass trotz des zuvor beschriebenen Rückganges der Personenbeförderung, die Nachfrage von konventionellem Individual-Transport generell stabil zu sein scheint.

Insgesamt handelt es sich ggf. um einen schwankender Bedarf an Taxifahrten durch unterschiedliche Phasen hindurch: Die Pandemie führt – über die Gesamtdauer betrachtet – ggf. sogar zu einem Anstieg an Taxifahrten.

Taxifahren könnte auch wieder an Bedeutung gewinnen, z.B. dadurch, dass im Vergleich zu anderen Mobilitätsanbietern das Vertrauen der Taxi-Gäste in Altbekanntes wieder überwiegt.

Einzelbeförderungsmöglichkeiten werden ggf. mehr und mehr nachgefragt, da sie mehr Sicherheit vor dem Virus suggerieren, als z.B. Öffentliche Verkehrsmittel. Hierzu bedarf es allerdings der hier beschriebenen Weiterentwicklung von Maßnahmen und Innovationen: siehe 2 „Gefühlte Sicherheit“.

Hinweis

Derzeit gibt es ein Überangebot an Taxen – insbesondere in Berlin. Durch die neuen Player am Markt – wie Uber oder Moia – ist das Angebot insgesamt in den letzten Monaten erweitert worden. Die Krise könnte zu einer Marktbereinigung von Überkapazitäten in der Branche führen. Der Umsatz je Taxi (bzw. Fahrzeug) könnte sich durch diese Bereinigung nach der Krise erheblich verbessern.

1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Wie ist die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie“.

 

Wohl kaum eine andere Branche ist durch die andauernde Corona-Pandemie so sichtbar getroffen worden, wie die der Luftfahrtgesellschaften. Der internationale Flugverkehr kam nahezu von einem auf den anderen Tag zum Erliegen. Die Branche, die bisher über 100.000 Flugbewegungen weltweit pro Tag zu verzeichnen hatte und dabei Urlauber, Geschäftsleute, Pendler und Fracht befördert hat, steht im wahrsten Sinne des Wortes still. Selbst die Auswirkungen vom 11. September und der Weltwirtschaftskrise um 2009 auf den Luftverkehr erscheinen hiergegen vernachlässigbar gering.

Nur noch die nötigsten Flüge werden derzeit getätigt, um z.B. Menschen in ihr Heimatland zurückzubringen und natürlich der Frachtverkehr, der durch die Krise einen neuen Stellenwert erfahren hat. Blickt man in diesen Tagen an den Himmel, sind Kondensstreifen eine Rarität geworden. Doch die Stille trügt. Im Hintergrund arbeiten die kommerziellen Luftfahrtgesellschaften fieberhaft an einem Wiedereinstieg bzw. der Wiederbelebung des Luftverkehrs, um möglichst bald auch wieder Passagiere im Regelbetrieb sicher und gesund an ihr Ziel zu bringen – und die Welt zu verbinden.

 

Stimmungsbild der Branche

Weltweit herrscht bei den Luftfahrtgesellschaften eine bedrückte Stimmung. So etwas hat es in dieser Branche und in diesem Ausmaß bisher noch nicht gegeben. Die Anspannung ist extrem groß, da bei vielen Unternehmen die Existenz auf dem Spiel steht.

Hinzu kommt, dass es der Branche aktuell an Ideen mangelt, die sie aus dem Dilemma der gegenwärtigen Situation befreien. Das Gesamtbild hinterlässt beim Betrachter einen bitteren Nachgeschmack hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Entwicklungsaussichten der sonst vom Wachstum verwöhnten Luftfahrtindustrie.

Nichts desto trotz steht die Luftfahrtbranche – und besonders ihre Mitarbeiter – voll und ganz hinter ihren aktuellen Projekten (hiermit sind im Kern die Luftfahrtgesellschaften selbst und im erweiterten Sinne ihre Unternehmungen gemeint) und wollen sie um jeden Preis am Leben erhalten.

 

Ihre Mitarbeiter

Vielen Mitarbeitern in der Luftfahrtbranche gefällt zu Beginn der aktuelle ‚Zwangsurlaub‘. Dies ist für sie aber kein dauerhaft tragbarerer und zufriedenstellender Zustand.

Innerhalb der Luftfahrtbranche existiert ein hoher Identifikationsgrad der Mitarbeiter mit den jeweiligen Produkten (im Wesentlichen sind hiermit die Flugzeuge gemeint) und den damit verbundenen Dienstleistungen.

Dabei spielt die monetäre Entlohnung der Mitarbeiter dieser Branche in vielen Fällen eine untergeordnete Rolle. Die Hauptmotivatoren sind u.a., in einem hochtechnologischen und -komplexen Umfeld arbeiten zu dürfen (welches für den Normalsterblichen so nicht zugänglich ist), die Airline und ihr jeweiliges Image zu repräsentieren, Flexibilität bei der Einsatzplanung – und nicht zuletzt der Umstand, beim Arbeiten die Welt bereisen zu dürfen.

Darüber hinaus stellen die Zufriedenheit der Kunden sowie deren Sicherheit das höchste Gut der Branche dar.

 

Krise als Chance

Die gegenwärtige Krise und die damit einhergehenden Erfordernisse zwingen die Luftfahrtgesellschaften zur zeitnahen Entwicklung von innovativen Lösungen, welche unter normalen Umständen wahrscheinlich noch Jahre in den Schubladen der Unternehmen vor sich hingeschlummert hätten.

So perplex es auf den ersten Blick in der aktuellen Situation auch klingen mag, ist das Spektrum an neuen Möglichkeiten (Lösungen) sehr weit gefächert und für jeden Wettbewerber am globalen Markt zugänglich, der die Krise als Chance sieht.

 

Reaktionen der Luftfahrtgesellschaften auf die Krise

Nur wenige Unternehmen erlauben es sich in dieser kritischen Zeit, vom ursprünglich geplanten Kurs abzuweichen, welchen sie vor der Krise skizziert haben, und dabei ‚Altbekanntes‘ loszulassen oder sogar den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Diejenigen Unternehmen, die es dennoch tun, werden über die Maßen erfolgreich sein.

Genau jetzt ist eine optimale Zeit für alle Unternehmen zum Aufräumen, Aussortieren und Neustrukturieren des gesamten Portfolios. Dies ist im normalerweise eng getakteten Betriebsablauf in der Form nicht möglich gewesen und bei vielen Fluggesellschaften längst überfällig. Die meisten Fluggesellschaften haben dies verstanden und stellen sich bereits nach ihrem jeweiligen Kenntnisstand optimal auf, um sofort nach der Krise wieder loslegen zu können.

Luftfahrtgesellschaften, die bereits zuvor eine marode bzw. langfristig ungesunde Unternehmensorganisation und -philosophie verfolgten, werden die Krise nicht oder nur schwer geschädigt überstehen. Wer zum Beispiel bisher eher gewinn- als kundenorientiert unterwegs war, dem droht jetzt und besonders nach Abklingen der Krise ein enormer Imageverlust, inklusive den damit verbundenen finanziellen Folgen.

Dies ermöglicht das Entstehen neuer – bezüglich ihrer Effizienz und Kundenorientierung die alten übertreffenden – Luftfahrtgesellschaften mit deutlich besseren und ökologisch nachhaltigeren Konzepten.

 

Überbringer des Virus

Die Luftfahrtgesellschaften stehen Im Rahmen der Krise zunehmend im Interesse der Öffentlichkeit. Viele Fluggäste können es gar nicht erwarten, dass sich der Flugbetrieb schnellstmöglich wieder normalisiert und sie dadurch ihren gewohnten Geschäften nachgehen können. Nicht zu vergessen sind die vielen Menschen, die sich nach der andauernden Quarantäne nach einem erholsamen Urlaub am Strand und in Freiheit sehnen.

Überschattet wird diese Euphorie jedoch dadurch, dass der Flugverkehr aus Sicht der Bevölkerung maßgeblich an der weltweiten Verbreitung des Virus beteiligt war und es auch in Zukunft sein könnte.

Die aktuelle vorherrschende Meinung der Gesundheitsexperten unterstreicht dieses Bild zusätzlich. Dieser Umstand ist bei der Entwicklung von zukünftigen, präventiven Lösungen unbedingt zu berücksichtigen, um das Vertrauen der Fluggäste in die Luftfahrtgesellschaften nicht noch weiter zu beschädigen. Hierzu haben wir im folgenden bereits eigene konkrete Ideen entwickelt.

 

Standardschutzmaßnahmen

Selbstverständlich arbeiten die Fluggesellschaften bereits unter Hochdruck daran, einen schrittweise gesteigerten Flugbetrieb wieder zu ermöglichen. Hierzu gilt es die gegenwärtigen, aus der Medizintechnik bekannten Technologien und Maßnahmen entsprechend zu konfigurieren und in Anwendung zu bringen. Grundsätzlich zählen hierzu:

  • Desinfektion der Flugzeugkabinen und Bodeninfrastruktur
  • Abtrennen der Flugzeugkabinenbereiche sowie der Wartebereiche an den Flughäfen (dies kann im einfachsten Fall mit Mundschutz bei allen Beteiligten realisiert werden)
  • Menschenansammlungen entlang des gesamten Reiseprozesses vermeiden

Die Luftfahrtgesellschaften nehmen hierbei auch die Möglichkeit in Anspruch, ihre Lösungsfindung und -implementierung durch Public Innovation entsprechend zu ergänzen. Dies kann insofern erfolgsversprechend sein, da diese Lösungen zu einer hohen Kundenakzeptanz führen können.

 

Was keiner weiß

Die Luftfahrtunternehmen sind derzeit bemüht, den größtmöglichen Schaden abzuwenden und ringen hinter den Kulissen nach Lösungen. Die Öffentlichkeit bekommt so gut wie nichts von den umfangreichen Maßnahmen mit, die im Hintergrund laufen. Dies ist auch gut so, da sich die Unternehmen nach der Krise in einem neuen Gewand – welches hoffentlich mehr Sein als Schein ist – präsentieren können.

Man ist bestrebt Lösungen zu finden, die im gesellschaftlichen Einklang stehen und sich nicht nachteilig auf andere gesellschaftliche Bereiche auswirken. Mögliche Neuerungen der Airlines können u.a. eine bessere und übersichtlichere Preisstruktur der angebotenen Produkte, ein höheres Sicherheitsgefühl für die Fluggäste und ein branchenweites gestiegenes Umweltbewusstsein enthalten.

 

Renommierte Airlines schützen

Beim Betrachten der aktuellen Nachrichten bezüglich der Luftfahrtgesellschaften zeichnet sich ab, dass es darum geht, besonders die Nationale Carrier durch staatliche Mittel bzw. durch weitere staatliche Beteiligungen zu schützen.

 

Zur Lufthansa

Es würde uns sehr wundern, wenn die Deutsche Lufthansa – unabhängig von der in Aussicht gestellten staatlichen Förderung – noch keine spezielle Task Force eingerichtet hat, um das Unternehmen optimal aus der Krise hinauszuführen. Deren Hauptaufgabe würde darin bestehen, entsprechende Lösungen heraus zu arbeiten und diese auf ihre Anwendbarkeit hin zu überprüfen. Über eine ad-hoc Prototypisierung könnten die Lösungen unmittelbar in Anwendung gebracht und hierdurch die oben genannten Ziele für einen schrittweise gesteigert Flugbetrieb erreichen werden.

Die Aufgabenbereiche sowie die Tragweite so einer Task Force wären innerhalb des Konzerns, u.a. aus  Gründen der Verschwiegenheit, nicht in vollem Umfang bekannt. Dieses wäre legitim, um die strategische Neuausrichtung der Lufthansa zu schützen. Das Unternehmen bekäme somit keinen unnötigen Druck von Außen, insbesondere von staatlicher Seite, bezüglich der Umsetzung und Anwendung ihrer gefundenen Lösungen.

Hierbei befindet sich die Lufthansa in einer gewissen Pattsituation gegenüber der Bundesregierung, welche durch die verhängten Schutzmaßnahmen einerseits für die Misere der Lufthansa mitverantwortlich zeichnet, das Unternehmen andererseits von der finanziellen Unterstützung des Staates abhängig ist. Für die Lufthansa gilt es nun die bestmögliche Balance zwischen finanzieller Absicherung und staatlicher Unabhängigkeit zu finden.

 

Aktuelle Wettbewerbssituation

Die Fluggesellschaften ringen derzeit weltweit nach Lösungen. Dabei unterstützen sie sich in dieser heiklen Phase gegenseitig so gut es geht und stimmt sich auf Makroebene ab.

Ein immer noch vorherrschendes Konkurrenzdenken innerhalb der Branche verhindert momentan aber noch eine detaillierte Abstimmung auf allen Ebenen. Man möchte insgeheim natürlich der Erste sein, der Flüge wieder anbieten kann.

Von außen betrachtet herrscht bei den Luftfahrtgesellschaften eine freundschaftliche Atmosphäre und ein sportlicher Wettbewerb, bei dem möglichst alle als Gewinner hervorgehen.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Weitere Sofortmaßnahmen die Luftfahrtgesellschaften ergreifen können, um im Rahmen der Krise einen regulären Flugbetrieb wieder zu ermöglichen“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

1. Die aktuelle Situation des digitalen Lernens für deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen im Rahmen der Corona-Pandemie

In diesem Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“.

 

Im internationalen Vergleich ist Deutschland in der digitalen Bildung flächendeckend nicht optimal aufgestellt – wenn auch der Wille hierfür durchaus gegeben ist. Nun bringt die Krise eine erzwungene Dynamik in das Thema eLearning. Je weitsichtiger man nun aus dieser Situation heraus handelt, desto eher lässt sich diese Krise auch als Chance nutzen, um in Zukunft deutlich besser aufgestellt zu sein.

Jede Bildungseinrichtung und jeder Lehrer improvisiert so gut es geht – im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Werkzeuge (Tools), die zur Verfügung stehen. Schulen und Einrichtungen, die bereits vor der Krise eine bestehende eLearning-Lösung (LMS-System) hatten, nutzen diese so konsequent wie möglich.

Insgesamt wird vielleicht nicht immer didaktisch sauber oder hochwertig gearbeitet – was man in der Kürze der Zeit nicht erwarten kann – doch es wird gearbeitet!

 

Schulleitung und Lehrer

In weiten Teilen gibt es eine Überforderung für Schulleitungen und Lehrer, da sie ihren „Lehrauftrag“ über ein digitales Zwischenmedium einerseits – und Eltern als Vermittler anderseits – umsetzten müssen. Ein zentrales Organ, welches die optimale Strategie entwickelt und verfügbar macht, fehlt.

Auf der einen Seite sind viele Lehrerinnen und Lehrer sehr gut auf das momentane digitale Homeschooling vorbereitet. Es wird problemlos mit digitalen Klassenräumen oder mit Videoanrufen gearbeitet. Auf der anderen Seite gibt es viele Lehrer, die mit der plötzlich eingetretenen Krisensituation komplett überfordert sind. Dieses hat nichts mit dem Alter zu tun. Vielmehr ist die persönliche Bereitschaft ausschlaggebend, inwiefern die Nutzung digitaler Lehr- und Lernmethoden in der kritischen Phase angewendet werden kann.

 

Eltern und Kinder

Eltern und Kinder sind zum Teil überfordert mit der Informationsflut, welche Lehrer ihnen mit besten Absichten bescheren. Diese resultiert zumeist auch daraus, dass Lehrer sich nicht untereinander abstimmen oder nicht abstimmen können. Digitales Lernen ist gegenwärtig noch keine Selbstverständlichkeit. Von Vorteil ist, dass Kinder (Schüler) grundsätzlich neugierig sind und zumeist spielerisch an die Sache heran gehen.

Für Eltern ist die Schule auch immer eine Form der Kinderbetreuung, die in ambitionierten Elternhäusern nun organisiert werden muss. Hierbei entsteht ein hoher Mehraufwand für Eltern und, sofern möglich, Angehörige: generelle Betreuung, Mittagessen und Hilfe beim Schulstoff und den Hausaufgaben. Somit werden Eltern zum Ersatzlehrer, Assistent und Kontrolleur des Lernfortschritts. Damit der Sport nicht zu kurz kommt, müssen Eltern auch hierauf ein Auge haben.

In einigen Familien gibt es – trotz der Mehrbelastung – auch sehr positive Effekte. Es wird wieder mehr miteinander geredet und mehr Zeit miteinander verbracht. Bei anderen Familien dominieren negative Folgen, da sich einige Eltern nicht wirklich für ihre Kinder interessieren und somit auch keine Zeit in ein vernünftiges Bildungs- und Beschäftigungsangebot für die EIGENEN Kinder investieren (können).

Eltern selbst sind natürlich auch mit ihren persönlichen Themen und Ängsten konfrontiert: Corona Virus, Job und Existenz. In Extremfällen führt dieses – in Verbindung mit der aktuell eingeschränkten Bewegungsfreiheit – leider auch zu Fällen häuslicher Gewalt. Oft wird in diesen Familien auch nicht die zuvor beschriebene Lernumgebung geschaffen und oft ist die erforderliche technische Basis auch nicht gegeben. Es gibt immernoch Haushalte, in denen Internet, Computer, Tablets oder Smartphones nicht oder nur sehr eingeschränkt für alle Familienmitglieder vorhanden sind.

 

Grundschulen

Die Klassenräume und Lehrer in Grundschulen sind teilweise sehr gut mit digitalen Lernmedien und Hardware ausgestattet. Diese zumeist ortsgebundenen Infrastruktur nutzt dem einzelnen Schüler zu Hause natürlich wenig.

Spezielle Software für Schüler höherer Klassen sorgt für ein gruppenorientiertes, dynamisches Erarbeiten von Lerninhalten und den Aufbau von hochstehenden menschlichen Gruppenwerten. Im Rahmen der Pandemie kann auch hier nicht von heute auf morgen auf ein digitales Klassenzimmer mit allen Beteiligten, zum Beispiel via Chat, mit allen Erfordernissen umgestellt werden.

 

Bildungsträger

Für Bildungsträger gilt, dass die Ausrüstung mit Lernsystemen eher durchschnittlich ist und das Personal oft nur holprig mit der Hardware und Software umzugehen weiß. Lerneinheiten als Videos oder gar simultan im Chat kann man an einer Hand abzählen. Bisher wurden Online-Bildungsträger eher als Wettbewerber betrachtet. Diese wiederum sind derzeit klar im Vorteil in Bezug auf ihre Infrastruktur – nicht aber unbedingt auf die gegenwärtig benötigten Inhalte. Eine erste Idee (1) hierzu: Partnerschaften von klassischen und online Bildungsanbietern haben großes Zukunftspotential.

 

Universitäten

An den Universitäten sieht es besser aus. Dort wird schon länger mit digitalem Lernen experimentiert und gearbeitet. Erste Universitäten streamen bereits „live aus dem Hörsaal“.

 

ESSENZ

Die ideale Art zu lernen ist gegenwärtig weder konventionell noch digital gegeben. Die Motivation zu lernen läuft Gefahr, (weiter) zu sinken. Daran ändert auch eine verbesserte Struktur des digitalen Lernens nicht viel. Zu stark ist  die Vorstellung verbreitet, der digitale Unterricht müsse genauso aussehen beziehungsweise strukturiert sein wie in der Schule.

Hinzu kommt, dass digitales Lernen noch nicht für alle Schüler gleichermaßen geeignet ist, sondern erst ab einem bestimmen Alter. Nicht dass Kleinkinder dieses nicht könnten. Doch digitale Medien im Übermaß stehen nicht wirklich im Einklang mit einer guten und gehirngerechten kognitiven Gesamtentwicklung. Und was ist mit unseren Mitmenschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen?

Am Ende des Tages ist Schule auch der Raum für ein soziales Miteinander. Das Erlernen und Ausbauen von Respekt anderen und sich selbst gegenüber, sind fundamental wichtig für ein erfolgreiches Beschulen. Dies scheint über die Entfernung und durch digitale Kommunikationswege derzeit erschwert. Hier können Online-Gruppen und Einzelgespräche helfen, Schadensbegrenzung zu betreiben. Vielen Schulen und Lehrer praktizieren diese bereits vorbildlich.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Optimales digitales Lernen während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Welche Maßnahmen können deutsche Schulen und Bildungseinrichtungen ergreifen, um kurzfristig den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten“ – sprich, erste innovativen Ideen, um die aktuelle Situation konstruktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Inhaltsangabe

Nur Mut

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