4. Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder

In diesem Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Das mögliche Optimum für Luftfahrtgesellschaften über die Krise hinaus gehend – insbesondere in Bezug auf neue Geschäftsfelder?“.

 

Für die meisten betroffenen Luftfahrtgesellschaften, besonders für deren Verantwortliche und Entscheider, wird es unter Berücksichtigung der aktuellen Gesichtspunkte sicherlich schwierig sein, sich die tatsächliche Entwicklung der Luftfahrtbranche über die nächsten Jahre vorstellen zu können.

Die momentane Situation zwingt die meisten Luftfahrtgesellschaften dazu, sich hauptsächlich um die akuten Themen, wie zum Beispiel die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Flugverkehrs, zu kümmern. Dies lässt den Unternehmen kaum oder im schlimmsten Falle sogar überhaupt keinen Spielraum, sich mit der Entwicklung eines möglichen Optimums, auf Basis von nachhaltigen Maßnahmen und Innovationen, auseinanderzusetzen.

 

Wir von NEURONprocessing haben uns deshalb mit Hilfe unserer innovativen NEURONprocessor Software basierten Ideation (Ideenentwicklung) daran gemacht, ein mögliches Optimum für die Luftfahrtgesellschaften herauszuarbeiten, welches über die Krise hinaus Bestand haben könnte.

Generell findet bereits während der Krise – und auch noch in den darauffolgenden Jahren -eine globale Marktbereinigung zu Gunsten der renommierten und staatlichen Fluggesellschaften statt.

Darüber hinaus zeichnen sich für innovationsfreudige Fluggesellschaften, bereits jetzt während der Krise, zukunftsträchtige Geschäftsfelder ab. Sie lassen sich mit dem durch die Corona-Krise jetzt sowieso erforderlichen Wandel, wunderbar in die neu zu schaffende Infrastruktur der Fluggesellschaften integrieren. Im Folgenden werden wir auf diese lukrativen Geschäftsfelder näher eingehen. Unter anderem sind dies:

  • Ein neuer Umweltgedanke mit realen, für die Gesellschaft transparenten Ergebnissen
  • Gesundheitsvorsorge und damit verbundene neue Dienstleistungen
  • Public Innovation als Beschleuniger von branchenspezifischen Fragestellungen

 

Marktbereinigung

Den bestehenden Fluggesellschaften, welche die Krise überstanden haben, kann sich jetzt die Möglichkeit bieten, neue bzw. besserer Flugrouten auszuwählen und ihr Streckennetze optimal an die vorhandene Infrastruktur ihrer Heimatflughäfen anzupassen. Dies ist möglich, da bereits einige Mitbewerber den Markt im Rahmen der Krise verlassen mussten. Es kann damit gerechnet werden, dass im Zeitraum nach der Krise weitere Wettbewerber ausfallen bzw. mit gesünderen Fluggesellschaften fusionieren müssen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

In diesem Zusammenhang kann es zu einer Reihe fairer Fusionen und Zusammenschlüsse bestehender Fluggesellschaften, zu sogenannten Luftfahrt-Allianzen, kommen. Die bestehenden Allianzen erweitern in diesem Szenario ihr Netzwerk. Aber auch der Austritt mancher großen Player am Markt, zur Gründung neuer Allianzen, ist denkbar. Dies wirkt sich sowohl flottentechnisch – als auch das Streckennetz betreffend – für einen Großteil der beteiligten Gesellschaften positiv aus.

 

Reisefieber

Die Reiselust der potentiellen Urlaubsflieger bleibt voraussichtlich auch weiterhin ungebrochen. Der Rückgang an Geschäftsreisenden und Pendlern nach Abklingen der Krise kann weitestgehend durch den Urlaubsverkehr aufgefangen werden, da es viele Menschen nach Wochen der Quarantäne in die Ferne und besonders an die sonnigen Strände dieser Welt zieht. Voraussetzung hierfür sind, natürlich neben Lockerung der pandemiebedingten Reisebeschränkungen, entsprechend verlockende Angebote der Airlines und Touristikanbieter hinsichtlich Preisgestaltung und der zur Verfügung stehenden Destinationen.

 

Siehe hierzu auch:

`Tourismus & Preise´ in „2. Weitere mögliche Sofortmaßnahmen von Airlines für einen regulären Flugbetrieb aus der Krise heraus“.

 

Günstige Rahmenbedingungen

Die Fluggesellschaften profitieren sehr wahrscheinlich auch nach der Krise von den weiterhin niedrig bleibenden Kerosin-Preise, Steuererleichterungen sowie der ungebrochen starken Nachfrage ihrer Fluggäste.

 

Siehe hierzu auch:

‚Einkauf‘ in 2. Weitere mögliche Sofortmaßnahmen von Airlines für einen regulären Flugbetrieb aus der Krise heraus“.

 

Innovative Boarding-Konzepte

Aufgrund der weltweit gestiegenen Hygienerichtlinien wird das Boarding-Konzept bei den meisten Fluggesellschaften komplett überarbeitet werden. Dies kann, unter Berücksichtigung eines innovativen Ansatzes, zu einem effizienteren, komfortableren und vor allem schnelleren Boarding-Prozess für die Fluggäste führen. Dieser ist zudem aus gesundheitlicher Sicht wesentlich sicherer gestaltet.

 

» Bei der Optimierung eines hocheffizienten Boarding-Konzeptes können wir interessierten Fluggesellschaften jederzeit mit unseren erfolgreichen IDEATION-Prozessen unterstützen.

 

Die Fluggesellschaften repräsentieren bereits heute für ihre Fluggäste generell ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Passagiere akzeptieren deshalb auch eventuelle Umstände, die das Einhalten der benötigten hygienischen Vorschriften mit sich bringen kann, da sie weiterhin sicher und gesund an ihr Ziel gelangen möchten.

 

Fast Track

Um die unter „3. Möglicher Zeitraum der kritischen Phase der Pandemie für die Luftfahrtgesellschaften“ dargestellte mögliche Entwicklung hin zum Optimum zu beschleunigen, werden die Luftfahrtgesellschaften nicht darum herum kommen, die hier und in den folgenden Punkten  beschriebenen Ideen auf den Weg zu bringen. Diese können für die Unternehmen als Stellschraube verwendet werden, um ihre gesteckten Ziele möglichst zeitnah zu erreichen.

 

Optimierte Streckennetze

Neue Geschäftsfelder werden im Wesentlichen die verfügbar werdenden Streckennetze der ehemaligen bzw. übernommenen Fluggesellschaften bilden. Dies bringt für die Flugreisenden eine Vielzahl an Verbesserung mit sich. In den meisten Fällen werden die höheren Standards der Mutterkonzerne bezüglich Sicherheit, Komfort, Buchungssysteme und Kulanzoptionen übernommen. Weitere lukrative Geschäftsfelder für die Luftfahrtgesellschaften werden im Folgenden beschrieben.

 

Power by the Hour Leasing

Bei den Luftfahrtgesellschaften zeichnet sich der Trend hin zu Leasingflugzeugen und weg von der eigenen Flotten ab. Dieses Betriebsmodell ermöglicht eine flexiblere Anpassung bezüglich der Flottenauslastung und kann somit wettbewerbsentscheidend sein. Die Airlines bzw. Allianzen könne dabei aus einem, zum Teil gemeinsam genutzten, Flugzeugpool der Leasinggesellschaften auswählen.

Die Anpassung der Leasingflugzeuge an die Corporate Identity der jeweiligen Airline wird zukünftig mit einfachen Mitteln umsetzbar sein. Dabei ist die Umrüstung von einer Fluggesellschaft auf die andere innerhalb von wenigen Stunden möglich. Eine richtungsweisende Idee hierbei ist z.B. auf den weißen Rumpf bzw. die Leitwerke projizierte Logos der jeweiligen Fluggesellschaft. Diese sind durch die verwendete Projektionstechnologie auch bei Tageslicht sichtbar.

Ein weiterer möglicher Vorteil des Leasingbetriebes ist, dass es gemeinsame Sicherheitsstandards gibt, die für viele Fluggesellschaften höher sein können als zuvor. Der erhöhte Sicherheitsstandard ergibt sich u.a. aus dem optimierten Flottenportfolie des jeweiligen Leasinganbieters. Hierdurch können Synergieeffekte, z.B. bei der Wartung, viel besser genutzt werden.

Auch für das fliegende Personal kann diese Möglichkeit im Rahmen von, für die Luftfahrtbranche spezifischen, Personaldienstleistungen in Betracht gezogen werden. Ähnliches gilt für das Bodenpersonal an Flughäfen und in den Wartungsbetrieben.

 

Gesundheitsvorsorge und neue Dienstleistungen

Eine gänzlich neues Geschäftsfeld, welches sich quasi als Antwort auf die aktuelle Pandemie ergibt, ist die Gesundheitsvorsorge bzw. damit verbundene Dienstleistungen. Der Einsatz von medizinischen Komponenten eignet sich insbesondere in Verbindung mit Langstreckenflügen. Das hierbei mögliche Leistungsspektrum und das daraus resultierende Angebot für die Fluggäste scheint enorm. Einmal eingeführt kann dieses kontinuierlich weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen des Gesundheitsmarktes angepasst werden.

Denkbar ist eine solche Entwicklung durch innovative Fluggesellschaften in Zusammenarbeit mit medizintechnischen Unternehmen, den betroffenen Flugzeugherstellern bzw. Kabineneinrichtungszulieferern und luftfahrttechnischen Forschungseinrichtungen.

 

» Hierbei unterstützen wir von NEURONprocessing diese Unternehmen jederzeit mit unseren hochinnovativen IDEATION-Ansätzen, welche nachweislich zu optimalen Ergebnissen binnen kürzester Zeit beitragen können. Unsere hierfür bereits entwickelten Ideen teilen wir auf Nachfrage gerne mit interessierten Unternehmen.

 

On Board Medizintechnik

Als Basis für die oben genannten Dienstleistungen dienen (Bio-)Sensoren zur Untersuchung der Fluggäste während des Fluges, um darüber ggf. Krankheitsbilder zu erkennen und mögliche Behandlungsempfehlungen zu geben. Die Sensoren sind hierbei in die Flugzeugsitze bzw. die Kabineneinrichtung integriert und können je nach Anforderung variabel konfiguriert werden. Die Sensoren können von den Fluggästen selbst am Körper angelegt werden. Im besten Fall funktionieren sie kontaktlos.

 

Entspannungsprogramme

Eine weitere Idee wären Antistress- und Entspannungsprogramme, die auf den Flügen Angeboten werden können.

 

Neuro- und Biofeedback

Gerade Langstreckenflüge bieten eine optimale Gelegenheit für Fluggäste sich mehr mit den Konzepten der Neuro- und Biofeedbackmethoden vertraut zu machen. Darüber hinaus können sie sich von deren Wirksamkeit direkt, anhand eines oft anstrengenden Langstreckenfluges, überzeugen.

Die Entwicklung solcher luftfahrttauglichen Komponenten kann in Kooperation mit entsprechenden Herstellern erfolgen.

 

Rehabilitierung der Branche

Die Fluggesellschaften und Flugzeughersteller, im speziellen Lufthansa und Airbus, können die oben beschriebenen Gesundheitsmaßnahmen als Beitrag zur „Volksgesundung“ vermarkten – eine Art Entstressung für das Gemeinwohl. Ggf. kann dies das etwas angekratzte Image der Fluggesellschaften, als weltweiter ‚Überbringer‘ des Virus, wiederherstellen.

 

Siehe hierzu auch:

`Überbringer des Virus´ in 1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie

 

Der Umweltgedanke

Die Fluggesellschaften können bereits jetzt während der Krise damit beginnen, neue und besonders nachhaltige Umwelttechnologien auf den Weg zu bringen. Nach Abklingen der Krise sowie in den folgenden Jahren können die Luftfahrtunternehmen mit diesen nachhaltig gestalteten Programmen als Aushängeschild für sich werben.

Ein regelrechtes Erfordernis hierzu wird aus dem, durch die Krise weltweit gestiegenem, Umweltbewusstsein der Bevölkerung erwachsen.

Die Effekte durch das massive Aussetzen des internationalen Flugverkehrs und die damit einhergehenden klimatischen Verbesserung, werden offiziell ausgewertet und dringen in der Folge immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung. Dies ist bereits heute der Fall, so dass die Luftfahrtbranche hier so frühzeitig wie möglich mit entsprechenden Technologien auf den Markt kommen und diese auch konsequent einsetzen muss, um eine umweltfreundlichere und klimaneutralere Öffentlichkeitswirkung zu erreichen.

 

Umweltforschung

Hierzu können Fluggesellschaften, welche eine Vorreiterrolle und die damit verbundene Außenwirkung einnehmen wollen, ein entsprechendes Forschungszentrum für Umwelt- und Klimatechnologie, in Kooperation mit bereits bestehenden Einrichtungen, gründen.

Es sollte sich also primär um eine Art Kopforganisationen handeln, die nach bestehenden Lösungen sucht und diese in Kooperation mit Fachleuten und Experten der Partner auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft.

Hier gilt es die Erfahrung, die man bereits gemacht hat, um Sicherheitstechnologien aus der Industrie zu adaptieren – z.B. Schutzmaßnahmen bezüglich der Corona Pandemie – und in diesem Kontext auch auf Umwelt-Technologien anzuwenden.

 

Futuristisches Ambiente

Um den Umweltgedanken der Luftfahrtgesellschaften vorwegzunehmen, können diese in Kooperation mit den Luftfahrzeugherstellern modern gestaltetet Flugzeugkabinen mit futuristischem Ambiente und Interieurs entwickeln. Dabei sollten sie so schnell wie möglich erste Maschinen ihrer Flotte bereits damit ausstatten, um eine innovative, zukunftsorientierte Klientel anzusprechen.

Im weiteren Verlauf wird auch das Umfeld – wie zum Beispiel Flughäfen, Gates, Lounges – dahingehend angepasst, um ein vollkommen neuartiges futuristisches Reiseflair mit realen positiven Umwelt-Attributen zu ermöglichen.

Das vorherrschende Design wirkt sauber, aufgeräumt, klar strukturiert und es überwiegt eine Farbgestaltung mit weißen Farbtönen – ähnlich wie man es von den Interieurs in Science-Fiction Filmen kennt.

 

Umwelt-Transparenz-Management-System

Die Luftfahrtgesellschaften sind bestrebt, im Rahmen ihrer Umweltaktivitäten, den herbeigeführten Wandel in Bezug auf ein gesteigertes Umweltbewusstsein kontinuierlich zu visualisieren und die tatsächlich umgesetzten Maßnahmen, sowie deren positiven Auswirkungen einer reineren Umwelt an ihre Kunden zu kommunizieren.

Ein extra hierfür geschaffenes Umwelt-Transparenz-Management-System, zeigt dem umweltbewussten Kunden transparent und verständlich auf, wie weit man bei den Projekten im Umweltbereich bereits fortgeschritten ist. Darüber hinaus kann der Kunde auch in Bezug auf seine Ideen, Wünsche und Vorstellung mit eingebunden werden. Vom Kunden entwickelte Ideen werden ausgewählt und anschließend durch die Luftfahrtgesellschaften umgesetzt. Der Ideenentwickler wird öffentlich benannt und für seinen Beitrag von den Luftfahrtunternehmen und der Entwickler-Community geschätzt. Er erhält für seinen wertvollen Beitrag einen besonderen Status als Fluggast, attraktive Prämien oder eine Gutschrift auf sein Punktekonto im Meilenprogramm der Airline.

 

Siehe hierzu auch:

Unseren nachstehenden Ideenvorschlag ‚Public Innovation‘.

 

Ein Hinweis in eigener Sache:

Wir bieten die Möglichkeit, ein professioneller IDEENentwickler zu werden.

 

Public Innovation

Wir haben bereits in 1. Die aktuelle Situation der Luftfahrtgesellschaften im Rahmen der Corona-Pandemie die Idee einer ´Public Innovation´ – sprich, öffentlicher Innovation – unter dem Punkt „Standardschutzmassnahmen“ vorweggenommen.

Die Luftfahrtgesellschaften stellen ihren Kunden auf einer spezifischen Plattform aktuelle Frage- und Problemstellungen zur Verfügung. Neben den Fragestellungen des jeweiligen Unternehmens kann es sich auch um Themen aus anderen Branchen handeln, deren Lösung die Luftfahrtgesellschaften als Dienstleistung anbieten können.

Die Fluggäste, welche an der Lösung eines gestellten Problems beziehungsweise der Entwicklung eines Konzeptes während des Fluges teilnehmen möchten, können dies in erster Linie über ihre persönlichen Mobilgeräte (Smartphones, Tablets und Laptops) tun. Alternativ werden die Luftfahrtgesellschaften ihren Gästen eigene Geräte zur Verfügung stellen, welche an Board für diesen Zweck vorgehalten werden. Als zusätzlichen Anreiz können die Fluggesellschaften ihre Kunden für ihre Unterstützung unmittelbar mit einem kostenlosen WiFi-Zugang für den Rest des Fluges belohnen.

Gerade Langstreckenflüge bieten hierfür, mit ihrem ausgedehnten Zeitfenster, ein geeignetes Potential. Natürlich können die Fluggäste auch von zu Hause aus weiterhin an ihren Lösungen arbeiten. Im Fokus stehen aber Fragestellungen, welche sich voraussichtlich innerhalb eines Langstreckenfluges vollständig bearbeiten lassen.

Die Attraktivität der Public Innovation während des Fluges wird durch entsprechende Bonussysteme der Airlines erreicht.

 

Siehe hierzu auch:

Unseren vorausgehenden Ideenvorschlag ‚Umwelt-Transparenz-Management-System‘.

 

Ein möglicher Nebeneffekt und Gewinn für die Luftfahrtgesellschaften hierbei sind, dass ein stärkeres „Wir-Gefühl“ zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden entsteht. Es entsteht für den Kunden das Gefühl, dass sich die Airline und der Flugbetrieb immer mehr zu einem persönlichen „Biotop“ entwickelt, welches er selbst mitgestaltet hat und auch weiterhin mitgestalten möchte.

 

Meinungsforschung

Ähnlich wie für die Public Innovation und das Umwelt-Transparenz-Management-Systems kann die hierfür geschaffene Plattform zur Teilnahme an Umfragen in Kooperationen mit Meinungs- und Trendforschern genutzt werden. Die Fluggäste repräsentieren hierbei einen guten Querschnitt durch einen bestimmten Teil der Bevölkerung.

Eventuell könnte die Teilnahme, wie bei den oben bereits genannten Ansätzen, über ein entsprechendes Bonussystem belohnt werden.

 

Fliegen on Demand

Eine neue und besonders günstige Art des Reisens für die Fluggäste bietet das ‚Fliegen on Demand‘. Bei diesem Konzept ergeben sich bestimmte Flüge erst bei einer entsprechenden Auslastung der vorgesehenen Flugzeuge. Die Flüge können den Fluggästen überdurchschnittlich günstig angeboten werden, da die Flieger in diesem Szenario stets voll ausgelastet sind. Dieses Konzept setzt eine gewisse Flexibilität der Fluggäste im Falle einer Flugstornierung bzw. -verschiebung bei Unterbelegung voraus, was durch den günstigen Preis von den Kunden aber durchaus akzeptiert wird.

 

In-Flight Entertainment

Im Gegensatz zu den heute bereits bestehenden Airline spezifischen In-Flight Entertainment Systemen sind auch Kooperationen und Partnerschaften mit den großen Streaming-Anbietern (Netflix, Amazon Prime, Audible, etc.) denkbar. Die entsprechenden Dienste werden den Fluggästen über einen speziellen WLAN Zugang an Board angeboten.

Es handelt sich hierbei um ein System mit lokaler Serverstruktur und einem eingeschränkten, aber dafür aktuellen Angebot. Der Server aktualisiert sich automatisch während der Turnaround-Zeiten an den Flughäfen. Seitens des Streaming-Anbieters sind dafür keine individuellen Nutzerzugänge erforderlich – jeder Fluggast kann gegen Bezahlung aus der vorhandenen Auswahl streamen.

Darüber hinaus können die Fluggäste attraktive Abos onboard während des Fluges abschließen, was einen zusätzlichen Gewinn für die jeweiligen Streaming-Anbieter bedeutet.

Diese Plattform kann von den Airlines auch zu Selbstvermarktungszwecken verwendet werden – speziell für neue, im weiteren Sinne hier beschriebenen, Airline proprietären Leistungen.

 

Bildungs- und Sightseeing Flüge

Interessierte Branchen und Firmen können als Sponsoren für Bildungs- und Sightseeing Flüge für z.B. Schul- und Studienklassen aktiv werden. Bei diesen Flügen werden nur die Fensterplätze belegt, um jedem Teilnehmer eine optimale Sicht nach außen zu garantieren. Die Flüge selbst können über bestimmte sehenswerte Regionen (z.B. die Alpen oder Küstenregionen) führen und mit entsprechenden Audiokommentaren hinterlegt werden.

Die industriellen Sponsoren können ihre Branche während der Flüge mittels Infotainments auf der Audio- und Videoschiene bewerben. Diese Art von Flügen sind auch ohne Sponsoring als generelles Angebot für Gruppen und einzelne mit entsprechender Bezahlung denkbar.

 

Im nächsten Teil unseres Projektes „Ideen für internationale Airlines während und über die Krise hinaus“ geht es um die Fragestellung „Was müssen Luftfahrtgesellschaften bereits jetzt auf den Weg bringen, um ein mögliches Optimum der Luftfahrt zu realisieren „.

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